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16. März 2010, 14:35 Uhr

Rentner müssen sich mit Nullrunde abfinden

Vor der Bundestagswahl konnten sich die deutschen Rentner noch über eine saftige Erhöhung ihrer Bezüge freuen. Die fällt in diesem Jahr aus - laut Arbeitsministerium bleiben die Renten auf dem bisherigen Niveau. Auch fürs nächste Jahr gibt es schon eine Prognose.

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Eigentlich hätten die Renten sogar gekürzt werden müssen, doch eine gesetzliche Schutzklausel hat das verhindert© Thomas Kienzle/AP

Die rund 20 Millionen Rentner in Deutschland werden sich in diesem Jahr mit einer Nullrunde begnügen müssen. Die Renten bleiben auf dem bisherigen Niveau. Dies teilte das Bundesarbeitsministerium am Dienstag in Berlin mit. Rechnerisch müssten die Renten sogar um 2,1 Prozent im Westen Deutschlands sowie um 0,54 Prozent im Osten gekürzt werden. Aufgrund der noch von der großen Koalition beschlossenen gesetzlichen Schutzklausel bleibt es aber bei der Nullrunde.

Nach Angaben des Ministeriums geht diese Rentengarantie nicht zu Lasten der jüngeren Generation und damit der Beitragszahler, da eine unterbliebene Rentenminderung später mit einer Rentenerhöhung verrechnet wird. Aus Sicht von Experten zeichnet sich wegen der schwachen Lohnentwicklung auch für 2011 eine Rentennullrunde ab.

Entwicklung der Bruttolöhne entscheidend

Im vergangenen Jahr - also mitten in der Wirtschaftskrise - waren die Renten im Westen um 2,4 und im Osten um 3,4 Prozent gestiegen. Das war die deutlichste Erhöhung seit mehr als zehn Jahren. Zwischen 2004 und 2006 gab es drei Renten-Nullrunden in Folge.

Grundlage für die Berechnung der Rente ist neben individuellen Faktoren vor allem die Entwicklung der Bruttolöhne. Diese sanken 2009 in Westdeutschland um fast ein Prozent, während es im Osten einen leichten Anstieg um 0,6 Prozent gab. Eine Ursache für die durchwachsenen Zahlen ist die deutliche Zunahme der Kurzarbeit.

DPA/APN/AFP
 
 
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