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Wie die Bebe-Creme sich zur Mogelpackung des Jahres schrumpfte

Versteckte Preiserhöhungen sind für Kunden ein ewiges Ärgernis. Bei einer Online-Abstimmung haben Verbraucher die Bebe-Zartcreme nun zur dreistesten Mogelpackung des Jahres gekürt.

  Liebling, ich habe die Zartcreme geschrumpft: Die Seitenansicht zeigt, dass die Bebe-Packung deutlich verkleinert wurde

Liebling, ich habe die Zartcreme geschrumpft: Die Seitenansicht zeigt, dass die Bebe-Packung deutlich verkleinert wurde

Über diesen Preis wird sich der Kosmetikhersteller Johnson & Johnson wohl kaum freuen: Bei der Wahl zur "Mogelpackung des Jahres" ging die Bebe-Zartcreme des amerikanischen Konzerns als Sieger hervor. Mehr als 26.000 Verbraucher hatten an der Online-Abstimmung teilgenommen, mit der die Verbraucherzentrale Hamburg Kundentäuschungen und versteckte Preiserhöhungen anprangert.

Den Schmähpreis errang Bebe mit seinen versteckten Preiserhöhungen bei drei verschiedenen Packungsgrößen der Zartcreme. So schrumpfte die große Dose von 250 auf 150 Milliliter, die mittlere von 75 auf 50 Milliliter und die kleine von 30 auf 25 Milliliter. Nur der Preis schrumpfte nicht im gleichen Maße mit oder erhöhte sich sogar. Laut Verbraucherzentrale beträgt die versteckte Preiserhöhung für Käufer je nach Packungsgröße zwischen 20 und 84 Prozent.

Versteckte Preiserhöhungen: Die Mogelpackungen des Jahres
  Die alte und die neue Zartcreme von bebe sehen auf den ersten Blick ziemlich gleich aus. Und die neue kostet sogar nur noch 2,29 Euro statt 2,45 Euro. Trotzdem ein schlechter Deal für den Kunden...

Die alte und die neue Zartcreme von bebe sehen auf den ersten Blick ziemlich gleich aus. Und die neue kostet sogar nur noch 2,29 Euro statt 2,45 Euro. Trotzdem ein schlechter Deal für den Kunden...


Hersteller Johnson & Johnson begründete die Verkleinerung der Packungen gegenüber der Verbraucherzentrale mit der "Anpassung einiger Formate auf handelsübliche Größen". Zudem spreche man als Hersteller nur eine unverbindliche Preisempfehlung aus, den Ladenpreis bestimme letztlich der Einzelhandel.

Kaffeekapseln und Ketchup ebenfalls auf dem Podest

Die Verbraucherschützer hatten insgesamt fünf Kandidaten für den Negativpreis nominiert. Hinter Bebe (32,6 Prozent der Stimmen) landeten die Kaffekapseln "Jacobs Latte macchiato classico" der Marke Tassimo auf dem zweiten Platz (25,4 Prozent), gefolgt von den Kopfsteherflaschen von Heinz Curry Ketchup (20,2 Prozent). Ebenfalls nominiert waren die Zahnpasta Dentagard von Colgate-Palmolive und der Herta Finesse Schinken von Nestlé.

An der Abstimmung nahmen exakt 26.132 Personen teil und damit sechsmal so viele wie im Vorjahr. "Das Rekordergebnis zeigt, dass sich immer mehr Leute über die Preistricksereien der Hersteller ärgern und ihnen einen Denkzettel verpassen wollen", sagt Armin Valet von der Verbraucherzentrale Hamburg. 

Eine Übersicht über alle Kandidaten zeigt unsere Fotostrecke.

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