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Das sind die besten wiederbefüllbaren Kaffeekapseln

Kaffee aus Kapseln boomt, dabei sind Nespresso und Co. nicht nur teuer, sondern produzieren auch ziemlich viel Müll. Das Nachhaltigkeitsportal Utopia hat wiederbefüllbare Kapseln unter die Lupe genommen.

Kaffeekapseln

Wiederbefüllbare Kapseln: MyCoffeestar, Mister Barista, Coffeeduck und Sealpod (von links)

Kapselkaffee von Nespresso und Co. liegt im Trend: Allein die Deutschen verbrauchen mittlerweile mehr als drei Milliarden Kapseln im Jahr. Viele schätzen die in Kunststoff verpackten Portiönchen als praktisch und lecker. Doch abgesehen von den vergleichsweise hohen Kosten von bis zu 38 Cent pro Kapsel produzieren die Kapseln auch jede Menge Abfall. Hersteller wie Nespresso betonen zwar, dass sie die Kapseln zurücknehmen und recyceln. Doch viele landen wohl einfach im Hausmüll.

Eine Alternative für umweltbewusste Kapselfans sind wiederbefüllbare Kaffeekapseln. Das Nachhaltigkeitsportal Utopia hat vier Systeme getestet, die mit Nespresso-Maschinen kompatibel sind und Stärken und Schwächen verglichen.

MyCoffeestar

Die Schweizer Firma MyCoffeestar brachte 2012 die ersten wiederbefüllbaren auf den Markt. Sie bestehen aus Edelstahl und lassen sich mit einem Schraubgewinde öffnen und verschließen. Mitgeliefert wird eine Kaffeeprobe der Marke Desta’s Coffee. Aber auch anderer Kaffee mit vergleichbarem Mahlgrad kann verwendet werden. Das Starterset (eine Kapsel, zwei Dichtungsringe, eine Kaffeeprobe) kostet 30,75 Euro plus Versand. Laut Hersteller kompatibel mit allen Nespresso-Maschinen nach 2003.
Bewertung von Utopia: "Die wiederverwendbare Kaffee-Kapsel von Mycoffeestar ist unser Favorit, weil besonders robust und langlebig gebaut."

Mister Barista

Seit 2014 bieten auch zwei Österreicher eine wiederbefüllbare Edelstahlkapsel an. Der Deckel von Mister Barista besteht aus Metall und Gummi. Diese werden auf die Kapsel gedrückt und müssen laut Hersteller ein bis zwei Mal jährlich ausgetauscht werden. Alle Nespressomaschinen ab 2003 sind kompatibel. Das Starterset mit zwei Deckeln (einer für Filterkaffee, einer für Espresso) kostet 14,90 Euro plus Versand.
Bewertung von Utopia: "Die Kaffee-Kapsel von Mister Barista ist nicht so stabil wie die Mycoffeestar, aber ein Preistipp – und interessant wegen der Benutzbarkeit mit normalem ."

Coffeeduck

Die niederländische Firma bietet Kapseln unter den Namen „Xavax“ und „Scanpart Coffeeduck“, die in ab Oktober 2010 gebaute Maschinen passen. Sie bestehen aus wiederverwendbarem Kunststoff. Ökotest fand darin 2013 Rückstände von PAK-Verbindungen, die schädlich sein können. Vier Espresso-Kapseln kosten 14,95 Euro.
Bewertung von Utopia: "Coffeeduck ist in der Handhabung unproblematisch, aber aus Plastik – die Alternativen aus Stahl gefallen uns besser."

Sealpod

Das System aus Taiwan besteht aus einer Edelstahlkapsel mit Silikon-Dichtungsring und Metallfolien-Aufklebern zum Verschließen. Die Metallfolien können allerdings nicht wiederverwendet werden. 100 Folien kosten im Online-Shop 10 US-Dollar, die Stahlkapsel 12,50 Dollar.

Bewertung von Utopia: "Sealpod ist eine nur 'angegrünte' Kapsel mit Wegwerf-Etiketten - wir raten eher zu Mycoffeestar, Mister Barista oder Coffeeduck."


Den ausführlichen Utopia-Test gibt's hier.


Müllberge in der Nespresso-Recyclinganlage: Was vom Kaffeekapsel-Wahnsinn übrig bleibt
Recyclinganlage in Moudon im Schweizer Kanton Waadt: Ein Teil der Nespresso-Kapseln wird hier wiederverwertet.

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