Startseite

Handynutzer zahlen die Zeche für die Megafusion

Handytelefonierer und Smartphonesurfer müssen bangen: Der neue Marktführer O2 hat nach dem Milliardendeal nur ein Ziel - die Preise hochhalten. Nur die Kartellwächter können die Entwicklung aufhalten.

Von Lutz Meier

  Auch für die Kanzlerin wird's teuer. Wenn O2-Mutter Telefonica ihre Pläne nach der Übernahme von E-Plus durchsetzen kann, dann werden die Handypreise in Deutschland steigen. Schließlich will der Marktführer in spe 5,5 Milliarden Euro zusätzlich mit der Fusion verdienen.

Auch für die Kanzlerin wird's teuer. Wenn O2-Mutter Telefonica ihre Pläne nach der Übernahme von E-Plus durchsetzen kann, dann werden die Handypreise in Deutschland steigen. Schließlich will der Marktführer in spe 5,5 Milliarden Euro zusätzlich mit der Fusion verdienen.

  • Lutz Meier

Der Megadeal wurde standesgemäß bejubelt. Die Aktien machten einen großen Sprung, Börsenanalysten sprachen davon, dass die Aussichten für die Telekom-Branche sich bessern, dass diese endlich aus der Klemme finden könnte. Nachdem am Dienstag die Mutterhäuser von O2 und E-Plus die fünf Milliarden Euro schwere Zusammenlegung der beiden Mobilfunker meldeten, kletterten nicht nur die Papiere der beiden Beteiligten zunächst an der Börse steil nach oben, sondern - was ungewöhnlich ist - auch die der großen Konkurrenz, der Deutschen Telekom. Dabei wird die durch das Riesengeschäft erst einmal entthront, und O2-Mutter Telefonica wird stattdessen der neue Marktführer in Deutschland.

Die Verantwortlichen werfen mit optimistischen Businessprech nur so um sich: "Skaleneffekte!", "Synergien!", "Wachstum!" und schließlich noch "Kundenerlebnis!" überschlug sich Telefonica-Vorstandsmitglied Eva Castillo vor Glück.

"Wenn ich Kunde wäre, würde ich jetzt nervös werden"

Ob aber ausgerechnet das Kundenerlebnis steigt, wenn die Pläne umgesetzt werden, ist fraglich. Denn hinter den knalligen Worten verbirgt sich das Ziel, die Preise hoch und die lästige neue Konkurrenz auf Abstand zu halten. "Der deutsche Markt wird vom Markt mit dem zweitmeisten Wettbewerb zu dem Markt mit dem wenigsten Wettbewerb" unter den entscheidenden Ländern in Europa, notieren nüchtern die Experten der Großbank Citigroup. Weniger Wettbewerb, das bedeutet aller Regeln der Marktwirtschaft nach: höhere Preise. "Wenn ich Mobilfunkkunde in Deutschland wäre, würde ich jetzt etwas nervös werden, angesichts dessen, was da passiert", sagt Stuart Gordon zu stern.de, der von London aus die europäische Telekommunikationsbranche für die Berenberg-Bank beobachtet. "Die ganze Logik von dem, was sich da tut, ist es, die Preise hochzuhalten oder sogar noch zu steigern". Die Telefonica-Leute sagen offiziell, sie wollten über Verbundeffekte bis zu 5,5 Milliarden Euro aus dem Deal erwirtschaften. Nach allen Usancen der Betriebswirtschaft haben sie dabei auch mit Vorteilen an der Preisfront kalkuliert.

Eines der teuersten Länder in Europa

Bisher stehen die deutschen Anbieter hier unter Druck. Immer lästiger werden die Dumpingangebote von Mobilfunkdiscountern, die Handyverträge verkaufen, ohne über ein eigenes Netz zu verfügen wie 1 und 1, Drillisch (simply, smartmobile) oder diverse Supermarktketten. Immer mehr Smartphone-Eigner nutzen Kostenlosdienste wie Whatsapp und bedrohen so bequeme Umsätze der Mobilfunker. Und an die haben diese sich gewöhnt: Denn die bisher vier Netzbetreiber (Deutsche Telekom, Vodafone, O2 und E-Plus) haben bislang gut verdient und dafür gesorgt, dass der deutsche Markt trotz aller Konkurrenz einer der teureren in Europa bleibt. Während der Durchschnittspreis für ein Paket aus Telefongesprächen, SMS und Internet in Europa bei 30 Euro liege, könnten die deutschen Anbieter dafür 35 Euro kassieren, rechnet Marktexperte Stuart Gordon vor. Bisher seien die Deutschen den Großanbietern Telekom und Vodafone trotz aller Verlockungen durch die Discounter erstaunlich treu geblieben und bereit, diesen deutlich mehr Geld zu geben. Das aber beginne sich zu ändern. Auch deshalb sahen sich die Großfirmen jetzt zum Handeln gezwungen.

Wenn die Fusion umgesetzt wird, dürfte es auch für die Discounter weniger Raum für Billigangebote geben. Schließlich wollen die künftig vereinigten O2 und E-Plus statt zweien nur noch ein Mobilfunknetz betreiben, damit gibt es auch weniger Netz, in das sich die netzlosen Anbieter einmieten können. Schließlich fühlten sich die beiden durch einen weiteren Umstand zur Aktion gedrängt: Die Bundesnetzagentur will demnächst einen Großteil der Frequenzen für das Netz neu versteigern. Je weniger Anbieter um die begehrten Übertragungsmöglichkeiten konkurrieren, desto billiger wird es. Kosten senken, Einnahmen steigern, das ist wie bei allen Fusionen der Sinn des Megadeals.

Die Aufseher können den Deal noch verhindern

Allerdings ist noch nicht gesagt, ob Telefonica freie Bahn für seine Pläne bekommt. Mehrere Behörden können den Deal noch stoppen oder Auflagen verhängen - und die sind eigentlich verpflichtet, das Interesse der Verbraucher im Sinn haben. Zuerst wird die EU-Kommission untersuchen, ob der Wettbewerb zu sehr versiegt, womöglich auch das Kartellamt, wenn Brüssel den Fall weiterreicht. Gleichzeitig wird sich die Netzagentur über die Negativfolgen für Konkurrenten und Verbraucher beugen. "Es wäre erstaunlich, wenn die Aufseher nicht zumindest versuchen würden, die Kunden vor steigenden Preisen zu schützen", sagt Gordon. Telefonica-Finanzchefin Rachel Empey selbst spricht von einem langen und komplizierten Prozess der Fusion. Die Kunden müssen also noch einige Zeit bangen.

Stern Logo Das könnte Sie auch interessieren

Was tun gegen ständige Lärmbelästigung in der Straße durch Lokal
Hallo, was kann man dagegen unternehmen wenn jedes Wochenende eine große Afterwork Studenten Party in dem Tanzlokal nebenan stattfindet. Es findet jedes mal eine massive Ruhestörung vor. Es geht meistens von 23:00 bis 03:00 Morgens. Unsere Lebensqualität ist momentan arg eingeschränkt. Wir wussten schon als wir hierher gezogen sind das es ab und zu etwas lauter sein kann. Aber das es jetzt solche extremen Ausmaße nimmt konnten wir nicht ahnen. Bei der Polizei ist dieses Party/Lokal wegen Ruhestörung bekannt. Nur leider unternimmt niemand etwas dagegen. Wir wohnen jetzt 5 Jahre in der Wohnung neben dem Lokal. Aber wir sind jetzt am überlegen deshalb nächstes Jahr wenn es finanziell möglich ist umzuziehen. Was kann man solange tun? Fenster im Sommer geschlossen halten ist unzumutbar. Beschweren beim Lokal Besitzer sowie bei der örtlichen Stadt die sowas genehmigt bringt auch nichts. Wenn es heißt war um wir dort hin gezogen sind, leider ist Heilbronn momentan eine reine Studentenstadt , das heißt als wir hierher gezogen sind waren damals nicht viele für uns preiswerte Wohnungen verfügbar, außerdem wurden damals schon sehr viele Wohnung nur an Studenten vermietet. Das heißt , uns ist nichts anderes übrig geblieben die günstigste Wohnung zu nehmen. Wie oben beschrieben hatten wir kein Problem damit das ab und an eine Veranstaltung stattfindet. Nur , es findet jetzt jedes Wochenende etwas sehr lautstarkes statt.
Ionisiertes Wasser oder Osmosewasser ?
Klar
Liebe Sternchen Community. Vor kurzem war ich bei einem Arzt und er hatte Azidose bzw. eine latente Übersäuerung festgestellt. Daraufhin habe ich viel recherchiert und einige Bücher gelesen. Erst bin ich auf die basische Ernährung gestoßen, die sehr effektiv sein soll, allerdings auch schwierig immer im Alltag zu praktizieren ist. Dann habe ich zufällig einen guten Bericht über ionisiertes Wasser bzw. basisches Wasser gefunden und mir auch ein Buch gekauft, "trink dich basisch" und "jungbrunnenwasser" da wird sehr positiv davon gesprochen. Insbesondere soll es auch das stärkste Antioxidanz sein mit Wasserstoff. Außerdem soll es den Körper basischer und Wiederstandsfähiger machen. Darmmileu und Blutmileu werden günstig beinflusst, heißt es. Sogar Haarausfall soll verhindert werden, weil die Hauptursache davon ist wohl Mineralienmangel, wegen Übersäuerung (pH Wert im Blut und Körper), weniger wegen der Genetik. Und noch einige weitere Vorteile hat es wohl, wie Obst und Gemüse wieder zu erfrischen. Und der Kaffee und Tee schmeckt wohl besser. Und noch einiges mehr.. Stimmt das? Allerdings habe ich "ionisiertes Wasser" gegoogled und bin auf einige Berichte gestoßen, die negativ davon sprechen. Meistens scheinen es Umkehrosmose Wasser Verkäufer zu sein, die so schlecht davon schreiben. Ich habe mal gehört Umkehrosmosewasser ist schädlich, weil es die Osteoporose verstärkt. Einige nennen es auch Osteoporosewasser, weil es wie destilliertes Wasser keine Mineralien mehr hat und deshalb Mineralien aus dem Körper zieht. Also ist es bestimmt nicht gut Osmosewasser zu trinken. Ich würde gerne mal ionisiertes Wasser probieren. Naja, aber hat jetzt jemand echte Erfahrung damit gemacht? Hat wer so einen "Wasserionisierer" zu Hause? Welches Wasser trinkt Ihr? Würde mich interessieren, weil die schon recht teuer sind. Aber vielleicht kaufe ich mir einen mit Ratenzahlung, wenn ich mir sicher bin. Im Moment braucht es etwas Aufklärung... Bitte nur seriöse Kommentare. Liebe Grüße KLAR

Partner-Tools