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Premiere schreibt Rekordminus

Auch der Einstieg von Großaktionär Rupert Murdoch hat noch nicht die erhoffte Wende gebracht: Der schwächelnde Pay-TV-Sender Premiere verbuchte 2008 einen Rekordverlust. Vor allem wegen Sicherheitslecks bei der Verschlüsselung und hoher Programmkosten.

Der Bezahlsender Premiere hat im Geschäftsjahr 2008 wegen Sicherheitslecks bei der Verschlüsselung und hohen Programmkosten einen Rekordverlust eingefahren. Wie das Unternehmen am Montag in Unterföhring bei München mitteilte, verfünffachte sich der Verlust von 51,6 Millionen Euro im Vorjahr auf 269,4 Millionen Euro. Der Umsatz stieg leicht von 937,2 auf 941,1 Millionen Euro.

Bemerkbar machten sich vor allem Verschlüsselungsprobleme des Senders im vergangenen Jahr, die viele Kunden kosteten. So ging die Zahl der Abonnenten bis Ende Dezember um 130.000 auf 2,4 Millionen zurück. Im ersten Halbjahr 2009 rechnet Premiere nun mit stabilen Kundenzahlen.

Neues Wachstum soll dann wieder nach dem Start der neuen Bundesligasaison im Herbst kommen. Die Bundesligarechte hatte sich Premiere Ende November gesichert. Um wieder in die schwarzen Zahlen zu kommen, braucht Premiere nach früheren Angaben allerdings 3 bis 3,4 Millionen Kunden.

Der von Großaktionär Rupert Murdoch im vergangenen Jahr bestellte Vorstandschef Mark Williams stellt sich daher noch auf eine längere Durststrecke ein. Weder in diesem noch im nächsten Jahr sei mit einem Gewinn zu rechnen, hieß es in der Mitteilung. Erst 2011 soll Premiere unterm Strich schwarze Zahlen schreiben.

DPA/DPA

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