Volkswagen fährt knapp 22 Milliarden Gewinn ein

22. Februar 2013, 14:49 Uhr

Schon 2011 hatten die Wolfsburger DAX-Geschichte geschrieben. 2012 haben sie den Gewinn um sechs Milliarden Euro gesteigert. Konzernchef Winterkorn bekommt jedoch weniger Gehalt als im Vorjahr.

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Glänzende Zeiten: Sogar das operative Ergebnis konnte der Autokonzern 2012 steigern©

Europas größter Autobauer Volkswagen hat 2012 einen Rekordgewinn von knapp 21,9 Milliarden Euro eingefahren. Die Wolfsburger konnten die bisherige Bestmarke aus dem Vorjahr von 15,8 Milliarden Euro deutlich übertreffen. Wie der Zwölf-Marken-Konzern auf Basis vorläufiger Daten mitteilte, legte auch das operative Ergebnis - die eigentliche zentrale Messgröße für die Geschäftsentwicklung - trotz der angespannten Marktlage in Süd- und Westeuropa noch einmal leicht von 11,3 auf 11,5 Milliarden Euro zu. VW-Chef Martin Winterkorn hatte wegen der Nachfrageschwäche auf dem Heimatkontinent angepeilt, den Vorjahreswert zumindest zu halten.

Unterm Strich hatte die VW-Gruppe bereits 2011 den größten Profit erzielt, der jemals bei einem Dax-Konzern anfiel. Ein wichtiger Grund dafür war - wie im vorigen Jahr - jedoch auch der Sondereffekt höher bewerteter Anteile und Optionen bei Porsche. Weil ein Buchgewinn in entsprechendem Umfang 2013 nicht mehr ansteht, rechnen Beobachter für das laufende Jahr mit einem Rückgang des Gesamtergebnisses.

Der Umsatz wuchs von 159,3 Milliarden Euro auf 192,7 Milliarden Euro. Dazu trugen auch weitere Aufstockungen beim Lkw-Bauer MAN und die Übernahme des restlichen Porsche-Sportwagengeschäfts bei. Die vollständigen Zahlen will Volkswagen zur Bilanzvorlage am 14. März bekanntgeben.

Weniger Boni

Nach der heftigen Kritik am Millionengehalt von VW-Chef Winterkorn begrenzte der Aufsichtsrat des Autobauers die umstrittenen Bonuszahlungen für den Vorstand in Teilen. Dadurch sinkt auch Winterkorns Gesamtvergütung von zuletzt rund 17,5 auf 14,5 Millionen Euro. Die Kontrolleure beschlossen neue Regeln zur Bestimmung erfolgsabhängiger Komponenten. Demnach sollen Boni nur noch für Geschäftsjahre fließen, in denen ein Betriebsgewinn von mindestens fünf Milliarden Euro verbucht wird. Wie das Unternehmen mitteilte, bleibt die Berechnung der ebenfalls variablen "langfristigen Anreize" dagegen unverändert.

lin/DPA
 
 
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