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Ex-Porsche-Manager wegen Kreditbetrugs verurteilt

Als Porsche-Finanzchef mischte Holger Härter bei der Übernahmeschlacht von VW mit. Dabei soll er mit geschönten Zahlen operiert haben. Wegen Kreditbetrugs wurde er nun zu einer Geldstrafe verurteilt.

  Holger Härter im Landgericht Stuttgart. Die Staatsanwaltschaft hatte für den Ex-Porsche-Finanzchef eine Freiheitsstrafe auf Bewährung gefordert.

Holger Härter im Landgericht Stuttgart. Die Staatsanwaltschaft hatte für den Ex-Porsche-Finanzchef eine Freiheitsstrafe auf Bewährung gefordert.

Porsches früherer Finanzchef Holger Härter ist wegen Kreditbetrugs zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Das Stuttgarter Landgericht sah es als erwiesen an, dass Härter im Zuge der Übernahmeschlacht mit VW eine Bank falsch informiert hat.

Die Kammer sei zu dem Schluss gekommen, dass die Angaben für den Kredit nicht richtig gewesen seien, sagte der Vorsitzende Richter in der Urteilsbegründung in Stuttgart. Härter muss 180 Tagessätzen zu je 3500 Euro zahlen. Auch ein mitangeklagter Manager bekam eine Geldstrafe. Die Verteidigung auf Freispruch plädiert.

Bank fühlte sich nicht betrogen

Die Staatsanwaltschaft hatte für Härter eine Freiheitsstrafe von einem Jahr auf Bewährung gefordert. Sie hatte ihm vorgeworfen, Zahlen geschönt zu haben, um an einen Kredit zu kommen. Konkret ging es dabei um die Übernahmeschlacht zwischen der Porsche-Dachgesellschaft und Volkswagen. Dabei war die französische Bank BNP Paribas im Frühjahr 2009 an der Anschlussfinanzierung eines 10-Milliarden-Euro-Kredits beteiligt. Das Kreditinstitut selbst fühlte sich nicht geschädigt.

swd/DPA/DPA

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