Lufthansa bestellt Jets für 14 Milliarden Euro

19. September 2013, 10:57 Uhr

Es ist der größte Auftrag der Konzerngeschichte: Für rund 14 Milliarden Euro bestellt Lufthansa 59 neue Langstreckenjets. Ausgewählt wurden ein Boeing- und ein Airbus-Modell.

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Die Boeing 777-9X existiert derzeit nur am Computer: Lufthansa hat trotzdem 34 Maschinen des Typs bestellt©

Beim größten Flugzeugauftrag in der Geschichte der Lufthansa kommen die Hersteller Airbus und Boeing beide zum Zug. Die Fluggesellschaft hat nach eigenen Angaben vom Donnerstag 34 Boeing 777-9X und 25 Airbus A350-900 bestellt. Den Gesamtwert der Investition bezifferte Lufthansa auf 14 Milliarden Euro nach Listenpreisen. Die Einkaufstour ist überfällig, da die Lufthansa noch viele ältere Langstrecken-Flieger mit vier Turbinen wie den Boeing-Jumbojet 747-400 oder den Airbus A340 in der Flotte hat - die wesentlich mehr Sprit schlucken als neue Maschinen.

Die Lufthansa betreibt derzeit eine Langestreckenflotte von 107 Flugzeugen. Die Kranich-Konzern ist weltweit der größte Airbus-Kunde. Mehr als die Hälfte der knapp 640 Flugzeuge der Gesellschaft und ihrer Töchter stammt aus den Werkhallen des europäischen Flugzeugbauers. Die größte eurpäische Fluggesellschaft steckt derzeit in der größten Flottenmodernisierung ihrer Geschichte und hat - inklusive der neuen Flugzeuge - 295 Jets zu einem Listenpreis von 36 Milliarden Euro bestellt. Der Listenpreis wird aber selten wirklich fällig - in der Branche sind teils massive Rabatte üblich.

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Der Airbus 350-900 ist im August zu seinem Jungernflug gestartet, die erste Auslieferung der 25 bestellten Exemplare erwartet Lufthansa für 2016©

Airbus fliegt schon, Boeing entwickelt noch

Der A350 ist das neueste Kind des europäischen Flugzeugbauers Airbus. Erstmals hob der Jet mit zwei Triebwerken im Juni ab. Das vollkommen neu konstruierte Flugzeug besteht zur Hälfte aus Verbundwerkstoffen, die das Gewicht senken. Die Leichtbauweise und neue Triebwerke sollen dafür sorgen, dass der Spritverbrauch im Vergleich zu heutigen Maschinen um ein Viertel sinkt. Im A350 haben je nach Variante 270 bis 350 Passagiere Platz. Das erste Exemplar soll 2014 an Qatar Airways ausgeliefert werden.

So weit wie Airbus ist Boeing mit seinem Nachfolger des Bestsellers 777 lange nicht. Offiziell ist der Bau der zweistrahligen Maschinen noch nicht beschlossen - der US-Hersteller sammelt derzeit noch Bestellungen ein. Die von der Lufthansa favorisierte Variante zählt gut 400 Sitze. Nach der Pannenserie beim Dreamliner 787 setzten die Boeing-Ingenieure aber nicht ganz so viel neue Technologie ein. Nicht das ganze Flugzeuge, sondern lediglich die Flügel und die Triebwerke werden neu konstruiert. Damit soll der Kerosinverbrauch um 20 Prozent sinken. Das Flugzeug ist eine Fortentwicklung des Bestsellers 777, der seit den 90er Jahren fliegt.

cjf/AFP/DPA/Reuters
 
 
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