Startseite

Sparkassenpräsident prophezeit: Die Rente mit 70 kommt

Sehnen wir uns schon bald nach der Rente mit 67 zurück? Die aktuelle Niedrigzinspolitik sorgt für Lücken in der privaten Altersvorsorge. Daher müssen wir alle möglicherweise bald länger arbeiten.

  Rente mit 70: Müssen wir alle bald länger arbeiten?

Rente mit 70: Müssen wir alle bald länger arbeiten?

Angesichts der Nullzinspolitik der Europäischen Zentralbank rechnet Sparkassen-Chef Georg Fahrenschon mit einem Anstieg des Renteneintrittsalters auf 70 Jahre und darüber hinaus. Beschäftigte müssten entweder mehr in die private Vorsorge einzahlen oder "mehrere Jahre länger arbeiten", sagte der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands der "Bild"-Zeitung vom Donnerstag. "Sonst droht vielen Altersarmut."

Als Ursache für den deutlich über 67 Jahre hinausgehenden Renteneintritt nannte Fahrenschon den Wegfall von Zinsen und Zinseszinsen. Dadurch entstehe bei der privaten Altersvorsorge bei vielen Arbeitnehmern eine große Lücke, die "krass unterschätzt" werde. Viele Beschäftigte bekämen im Alter deutlich weniger raus als ursprünglich erwartet. "Millionen Rentnern fehlt am Ende bares Geld", warnte er.

Auch steigende Lebenserwartung spricht dafür

Der Präsident des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft, Alexander Erdland, erklärte, dass schon wegen der steigenden Lebenserwartung über eine Ausdehnung der durchschnittlichen Lebensarbeitszeit gesprochen werden müsse. Die Folgen der längeren Lebenserwartung müssten "frühzeitig" diskutiert werden, da die Altersabsicherung eine "Angelegenheit von Jahrzehnten" sei.

Eine Rückkehr zur Rente mit 65 bezeichnete Erdland als "illusorisch". "Wer so etwas fordert, weckt falsche Hoffnungen bei den Menschen." 

bak/AFP
täglich & kostenlos
Täglich & kostenlos

Stern Logo Das könnte Sie auch interessieren

Partner-Tools