Zwölf Jahre werden Atomkraftwerke im Schnitt länger laufen als bisher geplant. Vermutlich aber bleiben sie länger am Netz. Denn die Laufzeit ergibt sich aus der noch zu produzierenden Strommenge - und die lässt sich manipulieren.

AKW Isar: Im Schnitt bleiben deutsche Meiler zwölf Jahre länger am Netz© Armin Weigel/DPA
Die Bundesregierung hat mit ihrem Atomkompromiss die Laufzeiten der Atomkraftwerke weit über den Zeitraum hinaus verlängert, den Rot-Grün 2001 vereinbart hatte. Durchschnittlich werden die AKW zwölf Jahre länger am Netz bleiben - die älteren, bis 1980 ans Netz gegangenen Anlagen, acht Jahre, die Jüngeren 14 Jahre. Dadurch erhöht sich die Gesamtlaufzeit von 32 auf 40 bis 46 Jahre. Das könnte - je nach Produktion der Anlagen und Strommengenübertrag von stillgelegten Meilern - Atomkraft in Deutschland bis 2040 oder sogar 2050 bedeuten.
Zeitlich genau festlegen lässt sich das Aus für einzelne Atomkraftwerke nicht.