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Achtung, bei diesem Rewe-Korb herrscht "Lebensgefahr"

Eigentlich sind die Einkaufskörbe in Supermärkten nur dafür da, um den Einkauf bis zur Kasse zu schleppen. Doch offenbar verschwinden sie von dort. Rewe-Filialleiter Alexander Kersten macht mit einem witzigen Aufruf auf den Schwund aufmerksam. 

Wer in einer Großstadt lebt, kennt das Bild: Irgendwo im Wohnviertel steht mal wieder ein herrenloser Einkaufswagen. Der wurde nicht geklaut, sondern nur geliehen und noch nicht zurückgebracht. So zumindest die offizielle Version. Für die Supermärkte ist das ein Problem. Dass aber nicht nur die Wagen das Gelände verlassen, sondern auch Einkaufskörbe hinter der Kasse noch von Kunden genutzt werden, ist neu. Allerdings nicht für Alexander Kersten. Der Rewe-Filialleiter aus Fürstenfeldbruck hat via Facebook einen kuriosen Aufruf gestartet. 

Rewe-Filiale weist mit Humor auf Diebstahl hin

"Achtung teilen! Gefahr für die Gesundheit!!!! Rewe Kersten startet ab sofort, die große Einkaufskorb-Rückrufaktion. Aufgrund eines technischen Defekts, herrscht bei dem Modell, roter Rewe Einkaufskorb, Lebensgefahr. Bitte benutzen Sie daher den Korb nicht außerhalb meiner Verkaufsfläche!", leitet er seinen Post ein. Kersten appelliert an die "unrechtmäßigen Besitzer", den Korb zurückzubringen, "bevor es zu gesundheitlichen Schäden kommt ." Auch Körbe, die man im Kofferraum oder im Hausflur stehen hat, sollten unverzüglich zum Laden zurückgebracht werden. Inzwischen wurde der Post schon von über 420 Facebook-Usern geteilt. 

Natürlich geht keine wirkliche Gefahr von den Körben aus - doch für die Supermarkt-Filiale scheinen unbedarfte "Ausleiher" ein großes Problem zu sein. Daher schreibt auch Kersten: "Nur weil kein Preis draufsteht, sind die Körbe nicht kostenlos. Diebstahl lohnt sich nicht!" Ein User bestätigt diesen Eindruck in den Kommentaren. Er habe selbst bei Rewe gearbeitet, und es habe Zeiten gegeben, in denen 250 Körbe innerhalb einer Woche weg waren.

Einkaufskörbe verschwinden auch bei anderen Rewe-Märkten

Auch ein anderer Supermarkt hat sich gemeldet. Der Rewe-Markt in Willingen bestätigt das Problem von Kersten. "Leider ja,wir haben erst gestern wieder 100 Körbe nachbestellt", lässt der Markt wissen. Jährlich müssten Körbe für eine vierstellige Summe nachgeordert werden. Allerdings: Die Werbung, die die Kunden unfreiwillig mit den Körbchen machen, ist sicherlich ein kleiner Trost für den Marktleiter.

kg

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