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Fleischklau im Supermarkt: Kölner Rewe muss Steaks wegschließen

In einer Kölner Rewe-Filiale ließen Diebe zuletzt so häufig Steaks aus dem Kühlregal mitgehen, dass die Marktleitung die Fleischstücke nun unter Verschluss gestellt hat. Mit einem Zettel wirbt der Supermarkt um Verständnis bei den Kunden.

Fleischtheke

Fleischfressende Diebe: Aus dem Kühlregal der Rewe-Filiale wurden wiederholt Packungen für zehn Euro entwendet (Symbolbild)

Sowas kennt man sonst nur von teuren Alkoholika, Zigaretten oder Rolex-Uhren: Eine Rewe-Filiale in der Kölner Südstadt muss seine Steaks zum Schutz vor Dieben wegschließen, berichtet der Express. In letzter Zeit habe es "massive Diebstähle" der Fleischstücke gegeben, schreibt der Supermarkt auf einem Zettel, den die Mitarbeiter ans Kühlregal gehängt haben. Die Steaks seien daher vom Selbstbedienungsregal hinter die Bedienungstheke geräumt worden.

"Gezwungen die Steaks unter Verschluss zu halten"

Auf dem Zettel, den der Express zeigt, heißt es: "Sehr verehrte Kunden, auf Grund massiver Diebstähle sind wir leider gezwungen die Steaks unter Verschluss zu halten. Bei Bedarf wenden Sie sich bitte an die Mitarbeiter der Bedienungstheke. Nach 20 Uhr an einen Mitarbeiter im Laden. Wir bitten um Ihr Verständnis. Ihr Team."

Ein Rewe-Sprecher bestätigte den Fall gegenüber dem stern. Es handelt sich demnach aber nicht um ein generelles Problem. Nur in diesem einen Markt sei kürzlich vermehrt hochwertiges Fleisch geklaut worden. Der Verkaufspreis der Steaks liegt bei rund zehn Euro pro Packung.

In Deutschland wird regelmäßig Fleisch geklaut

Ein Einzelfall scheint der Fleisch-Diebstahl hingegen nicht zu sein. Immer wieder wird deutschlandweit von solchen Delikten berichtet. So wurde im November 2016 ein 60-jähriger Mann festgenommen, der aus einem Großmarkt in Schweinfurt über einen längeren Zeitraum 370 Kilogramm Roastbeef geklaut haben soll. Der Wert des geklauten Fleisches soll sich auf 5500 Euro belaufen. Aufgeflogen war der Mann, als er versuchte, Fleisch im Wert von 250 Euro in einem Pommes-Frites-Karton an der Kasse vorbei zu schmuggeln, berichtet der "Bayerische Rundfunk". Gegenüber der Polizei sagte der Mann aus, dass er das Fleisch immer weiterverkauft habe. Pro Kilo habe er rund zehn Euro erhalten. 

bak
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