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Bahnchef besucht Mainzer Problem-Stellwerk

Erst die persönliche Rückrufaktion bei Mitarbeitern im Urlaub, jetzt ein Besuch im Mainzer Krisenstellwerk: Rüdiger Grube macht das Bahnchaos im Wortsinn zur Chefsache. Gelöst ist das Problem nicht.

  Rüdiger Grube. Bisher hatte das Unternehmen nicht bestätigt, dass der Chef die Mitarbeiter direkt angerufen hatte.

Rüdiger Grube. Bisher hatte das Unternehmen nicht bestätigt, dass der Chef die Mitarbeiter direkt angerufen hatte.

Überraschende Stippvisite im Problembahnhof Mainz: Bahnchef Rüdiger Grube hat am Mittwoch das Stellwerk besucht, das wegen Zugausfällen und Umleitungen seit über einer Woche in den Schlagzeilen ist. Eine Sprecherin der Deutschen Bahn berichtete: "Es gab vertrauliche Gespräche mit einigen Kollegen." Laut einem Medienbericht war Grube für 90 Minuten in Mainz und habe sich mit einigen Kollegen über deren Sorgen und Nöte unterhalten. Das Treffen habe parallel zum Bahngipfel mit Bahn-Personalvorstand Ulrich Weber und der Eisenbahngewerkschaft in Frankfurt stattgefunden.

Zuvor hatte die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) Telefonate kritisiert, mit denen Grube persönlich Mainzer Stellwerk-Mitarbeiter angesichts der Probleme am dortigen Bahnhof zur Rückkehr aus dem Urlaub bewegen wollte. Dass Beschäftigte, die "dringend Urlaub brauchten, vom obersten Konzernlenker persönlich" in einer "Telefonaktion" angerufen würden, sei "ein Ding der Unmöglichkeit", sagte EVG-Chef Alexander Kirchner am Mittwoch. Es stelle sich die Frage, ob das Unternehmen auf diese Weise seiner Fürsorgepflicht gegenüber den Mitarbeitern gerecht werde.

"Im Interesse unserer Kunden, des Unternehmens und aller unserer über 300.000 Mitarbeiter hat er eine Handvoll Kollegen in Mainz angerufen, und sie darum gebeten, sich zu überlegen, ob sie nicht ihren Urlaub verschieben könnten", sagte Konzernsprecher Oliver Schumacher. "Ausdrücklich sollten sie eine Nacht darüber schlafen." Es habe sich um Kollegen gehandelt, die derzeit im Dienst seien und sich noch nicht im Urlaub befänden, stellte der Sprecher klar.

Gewerkschaft will bei Dienstplänen mitreden

Es gebe einzelne Mitarbeiter im Mainzer Stellwerk, die seit Dezember "keine drei Tage am Stück" frei gehabt hätten, sagte Gewerkschaftschef Kirchner. Viele Mitarbeiter dort hätten Urlaube in der Vergangenheit verschoben oder abgebrochen. Die Beschäftigten in Mainz schöben "alle einen riesigen Berg Überstunden" vor sich her. Jetzt bräuchten sie Erholung.

"Wie in fast allen Stellwerken in Deutschland" werde auch in Mainz "nur der Mangel verwaltet", monierte Kirchner. 60.000 Schichten fielen aus, weil Fahrdienstleiter fehlten. Aber auch "in vielen anderen Bereichen" des Konzerns könne es aufgrund von Personalmangel "jederzeit zum Crash kommen".

Deshalb will die Gewerkschaft künftig bei der Gestaltung der Dienstpläne der Deutschen Bahn stärker mitreden. Bei dem Krisentreffen mit den Personalvorständen der Bahn in Frankfurt forderte Kirchner zusätzliche Neueinstellungen in allen Bereichen des Unternehmens, nannte aber kein konkrete Zahl. Man strebe eine Vereinbarung an, die den Arbeitnehmervertretern künftig mehr Einfluss bei der Personal- und Dienstplanung einräume.

"Debakel, das nicht mehr passieren darf"

Bahn-Personalvorstand Ulrich Weber nannte die Vorgänge in Mainz ein "Debakel, das nicht mehr passieren darf." Er wehrte sich aber gegen den Vorwurf, bei der Bahn gebe es keine Personalplanung. Man nehme den demografischen Wandel ernst, was sich in 20.000 Neueinstellungen in den vergangenen Jahren zeige. Allein im ersten Halbjahr 2013 habe die Bahn 2000 neue Arbeitsplätze in Deutschland geschaffen. Am Abend will noch Bahnchef Rüdiger Grube mit der EVG-Spitze sprechen.

Am Mainzer Hauptbahnhof fallen derzeit zahlreiche Züge aus, und der Regionalverkehr läuft nur eingeschränkt. Fernverkehrszüge wie ICE werden teils umgeleitet oder halten an anderen Bahnhöfen. Grund ist ein Personal-Engpass im Mainzer Bahn-Stellwerk. Bis Ende des Monats will die Bahn dafür sorgen, dass der Zugverkehr in der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt wieder normal läuft.

Börsengang "löst die Probleme nicht"

Ein von der FDP wieder ins Gespräch gebrachter Börsengang stieß in der Union und bei der Bundesregierung auf Ablehnung. Die SPD fordert angesichts der Probleme einen Verzicht auf die von der schwarz-gelben Koalition eingeführte Dividende von rund 500 Millionen Euro, die die Bahn jährlich an den Bund zahlen soll. Die Regierung erwartet, dass die Bahn die Beeinträchtigungen für die Fahrgäste rasch in den Griff bekommt und solche Störungen künftig verhindert.

Der Bund als Bahn-Eigentümer plant weiterhin keinen Börsengang. Die Bemühungen für eine Teilprivatisierung der Transportsparten des Konzerns seien in dieser Legislaturperiode nicht fortgesetzt worden, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert. Es gebe hier nun keine Veränderungen. Mit Blick auf die Probleme am Stellwerk in Mainz liege zudem in einer Privatisierung "nicht das Mittel, mit dem man die derzeitige äußerst ungute Lage löst".

dho/anb/kmi/AFP/Reuters/Reuters

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