"Die Strompreise werden noch Jahre steigen"

14. November 2012, 10:40 Uhr

Im Interview mit dem stern spricht RWE-Chef Peter Terium über die Tücken der Energiewende, die Zukunft des Konzerns – und seine sehr persönliche Art zu leben und zu managen.

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Hat auch für seine Stromkunden keine guten Nachrichten parat: Peter Terium, Vorstandschef des Energiekonzerns RWE©

Nach Auffassung von Peter Terium, dem Vorstandschef des Energiekonzerns RWE, werden die Strompreise auch in den nächsten Jahren weiter steigen. "Ich wüsste nicht, wie das noch zu vermeiden wäre", sagte er dem stern. Mit Blick auf Berlin kritisiert der gebürtige Niederländer, die Politik habe die Bevölkerung über den wahren Preis der Energiewende im Dunkeln gelassen. Zugleich kündigt er an, dass zumindest einem Teil der zweieinhalb Millionen RWE-Kunden im Laufe des ersten Halbjahres 2013 eine Strompreiserhöhung ins Haus steht. Bislang hatte RWE damit geworben, die Erhöhung der EEG-Umlage – also der Subventionsumlage für erneuerbare Energien – zum Jahreswechsel nicht an seine Kunden weiterzugeben.

Terium, der seit dem 1. Juli Deutschlands zweitgrößten Energiekonzern leitet, hält es für machbar, die Bürger schon 2022 vollständig mit grünem Strom zu versorgen. "Aber das ist auch eine Frage des Preises", so der Manager zum stern. "Ich fürchte, gegen weiter steigende Strompreise wird es große Widerstände in der Bevölkerung geben. Und dann geht es nicht."

Stellenabbau geht weiter

Für RWE kündigt er einen harten Sparkurs an: "Wir sind in einem Unternehmen, das um seine Zukunft hart kämpfen muss." Der Stellenabbau werde auch über das Jahr 2015 hinaus fortgesetzt. "Die Energiewende hat zum ersten Mal deutlich gemacht, es geht auch ohne uns", warnt Terium. "Wir werden uns auch nach 2015 jeden Tag, jede Woche, jeden Monat selbst auf unsere Leistung überprüfen müssen und immer wieder die Taktzahl noch ein bisschen erhöhen." Neue Arbeitsplätze könnten durch den Ausbau vor allem von Wind- und Solarkraftwerken sowie in der Entwicklung neuer, intelligenter Energieprodukte entstehen.

Persönlich fürchtet sich Vegetarier Terium, der zur Entspannung gern meditiert, nicht vor der Zukunft: "Angst ist hier eine falsche Emotion." Von den Mitarbeitern verlange er, auf die Gesundheit zu achten und das Leben - wie er - auch außerhalb des Jobs zu genießen. Dem stern sagte er: "Mir bringt es nichts, wenn wir die nächste Generation Manager haben, die nicht mehr mit 46, sondern mit 36 ihren Burn-Out haben."

Das gesamte Interview

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Norbert Höfler
 
 
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