Startseite

CDU wettert gegen Deutsche-Bank-Chef

Jürgen Fitschens Anruf beim Land Hessen schlägt Wellen: Der CDU-Fraktionsvize Michael Meister mahnte, niemand stehe über dem Rechtsstaat. Der Deutsche-Bank-Chef hatte sich über die Razzia beschwert.

  Deutsche-Bank-Co-Chef Jürgen Fitschen gerät zunehmend in Bedrängnis.

Deutsche-Bank-Co-Chef Jürgen Fitschen gerät zunehmend in Bedrängnis.

Die Beschwerde von Deutsche-Bank-Co-Chef Jürgen Fitschen bei der hessischen Landesregierung über die Großrazzia in der vergangenen Woche brüskiert die Politik. "Niemand steht in Deutschland über dem Rechtsstaat", sagte Unionsfraktionsvizechef Michael Meister dem "Handelsblatt". "Herr Fitschen macht den Eindruck, dass er das nicht verstanden hat." Der Manager solle auch in seiner künftigen Funktion als Präsident des Bankenverbandes BdB schnell klarstellen, dass er Recht und Gesetz achte. Fitschen übernimmt den Posten im Frühjahr.

Fitschen und Finanzvorstand Stefan Krause gehören zu den 25 Mitarbeitern der Deutschen Bank, gegen die in der Affäre um Steuerbetrug im Handel mit CO2-Verschmutzungsrechten ermittelt wird. Am vergangenen Mittwoch hatten rund 500 Polizisten und Steuerfahnder die Frankfurter Zentrale der Bank durchsucht. Dem "Spiegel" zufolge beschwerte sich Fitschen in einem Anruf beim hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier über den Einsatz. Es habe eine verheerende Wirkung auf das Außenbild der Bank, wenn Bilder und Berichte von bewaffneten Polizisten in dem Geldhaus um die Welt gingen. Die Deutsche Bank bestätigte den Anruf, wollte sich zum Inhalt des Gesprächs aber nicht äußern.

Vor kriminellen Machenschaften gewarnt

Im Zuge der Ermittlungen sind Fitschen und Krause einem Medienbericht zufolge nur knapp einer Razzia in ihren Privathäuser entgangen. Die Ermittler waren laut "Bild"-Zeitung entschlossen, die Privathäuser mit einem massiven Polizeiaufgebot zu durchsuchen. Die Aktion sei den Top-Managern nur erspart geblieben, weil sie in letzter Minute volle Zusammenarbeit zugesichert hätten.

Das Geldinstitut ist nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" frühzeitig von der britischen Steuerbehörde HMRC vor kriminellen Machenschaften beim Handel mit Verschmutzungsrechten gewarnt worden. Die Bank habe es aber versäumt, intern durchzugreifen und derartige Geschäfte in den eigenen Reihen zu unterbinden, berichtete das Blatt unter Berufung auf Akten der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main. Bereits im Herbst 2009 habe die HMRC führende Vertreter der Deutschen Bank in London darauf hingewiesen, dass große Teile des Emissionshandels "mit Betrugskriminalität behaftet seien". Die Bank wickelt zahlreiche Geschäfte über ihre Niederlassung in London ab.

Deutschlands größtes Geldhaus kämpft derzeit gleich an mehreren Fronten: Dazu zählt auch die Verstrickung in den Skandal um Zinsmanipulationen, die zu einer hohen Strafzahlung führen könnte.

fro/Reuters/AFP/Reuters

Stern Logo Das könnte Sie auch interessieren

Zu hohe Inkassogebühren, rechtens?
Hallo, ich habe am 20 März 15 einen Vertrag über 12 Monate mit einem Fitness-Studio abgeschlossen. Die Kosten (9,98 € 14-Tägig, 39,99€ Verwaltung einmalig, 19,99 Trainer und Servicepauschale Jährlich) sollten per Einzugsermächtigung abgebucht werden. Kürzlich bekam ich überraschend einen Brief von einem Inkassobüro mit der Zahlungsaufforderung für die gesamten 12 Monate inkl. der Verwaltung und Servicepauschale + Auslagen des Gläubigers (63,38€), Zinsen (1,42€), Geschäftsgebühr (45€), Auskunftskosten (5€) , Auslagenpauschale (9€) Hauptforderung 320,28€ Offene Forderung 444,08€ Nach dem ich mich bei der Firma erkundet habe, sagten sie mir, dass Zahlung zurückgegangen ist da mein Konto nicht gedeckt sei. Fakt war das sie einen Zahhlendreher in der Kontonummer hatten obwohl im meinem Durchschlag die Richtige Kontonummer angegeben wurde. Aber im Original hat jemand aus einer 3 eine 8 geändert. Nach Überprüfung konnte ich Feststellen das es diese Kontonummer gar nicht gibt und das diese vom System gar nicht angenommen wird. Spätestens da hätte man mich doch hinweisen oder fragen können was mit dem Konto sei. Es kam nie ein zu einem Zahhlungsrückgang, noch zu einer Zahlungserinnerung Mahnung seitens des Fitnessstudios. Die AGB´s habe ich nie zu Gesicht nie bekommen und auch nicht gelesen - diese stehen (nach meiner Recherche) im Internet aber auch nicht definiert wie man in Zahlungsverzug kommt. Leider habe ich unterschrieben das sie mir bekannt sind. Dies steht ganz kleingedruckt im Durchschlag. Ich habe der Firma vorgeschlagen die offenen Beiträge bis jetzt zu bezahlen und für die Zukunft eine neue Einzugsermächtigung zu erteilen, was sie aber abgelehnt haben und mir gesagt haben ich soll dies mit dem Inkassobüro klären. Der Fitnessvertrag ist somit gesperrt seit einem Monat. Da ich aber mit den Gebühren, Mahnspesen von dem Inkassobüro nicht einverstanden bin weiß ich nicht ob ich diese bezahlen muss. Ich habe dem Inkassobüro auch vorgeschlagen die offenen Beiträge zu begleichen und diese dann wie vertraglich vereinbart abgebucht werden. Sie haben mir angeboten diese in einem Jahr zu einem monatlichen Beitrag von 35€ abzuzahlen. Dies währen Mehrkosten von 100€, ist das rechtens? Bitte Antworten sie mir in einer Sprache die ich auch versteh - mit langen Gesetzestexten kann ich leider nicht umgehen Und was Sie denken was ich tun soll was rechtens ist. Vielen Dank im Voraus

Partner-Tools