München dominiert, der Osten holt auf

3. November 2012, 09:25 Uhr

Die wenigsten Arbeitslosen, die höchsten Einkommen und die niedrigste Kriminalitätsrate. In einem aktuellen Städteranking liegt München klar vorn. Allerdings: Einige ostdeutsche Städte holen auf.

Adobe Flash Player

Ist die Großmacht auf dem Abstieg? In dem seit sechs Jahren erscheinenden Wohlstandsindex der britischen Denkfabrik "Legatum Institute" rutschen die USA erstmals aus den Top-Ten. Der Index vergleicht einmal im Jahr die Lebensbedingungen in 142 Ländern. Vor den Vereinigten Staaten befinden sich ausschließlich nord- und westeuropäische Staaten sowie Australien und Neuseeland. Am besten geht es der Untersuchung zufolge den Skandinaviern: Norweger, Dänen und Schweden führen das Ranking an, Finnland folgt auf Rang 7.

Der Wohlstandsindex berücksichtigt neben der rein ökonomischen Lage auch Chancen für Unternehmer und Innovation, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit, Bildungschancen, das Gesundheitswesen, nationale und persönliche Sicherheit, die Freiheit des Individuums sowie die Qualität sozialer Strukturen und Netzwerke. Als Grundlage dienen Daten der Weltbank, des Meinungsforschungsinstituts Gallup sowie weiterer Forschungsinstitute und Nichtregierungsorganisationen.

Deutschland punktet vor allem mit guten Werten in Wirtschaft und Gesundheitswesen. Insgesamt liegt die Bundesrepublik auf Rang 14 von 142 - und damit einen Platz besser als 2011. Die südeuropäischen Schuldenstaaten Italien (Rang 33), Griechenland (49), Spanien (23) und Portugal (26) verschlechtern sich gegenüber 2011 in einigen Teilbereichen deutlich. Richtig schlecht geht es allerdings nach wie vor vielen Menschen in Afrika sowie den Krisenregionen des Nahen Ostens. Auf dem letzten Platz liegt die Zentralafrikanische Republik.

MEHR ZUM THEMA