Mit den "Stella Awards" werden in den USA jedes Jahr die absurdesten und sinnlosesten Gerichtsprozesse ausgezeichnet. 2004 entschied sich die Jury für folgende sechs Fälle. Von Karin Spitra
Ein Kaffee und die Folgen: Nur weil sich 1992 die damals 79-jährige Stella Liebig bei McDonald's einen Becher Kaffee kaufte und ihn nicht sofort austrank, erfreuen uns alljährlich die nach ihr benannten Stella-Awards. Kaffeeliebhaberin Stella setzte sich nämlich mit dem Kaffee in das Auto ihres Enkels und fuhr los. Beim Fummeln am Deckel des Kaffeebechers - sie wollte noch Zucker und Sahne hinzufügen - schwappte das Heißgetränk über, und Stella Liebig verbrühte sich schmerzhaft an sonst nicht so leicht zugänglichen Stellen. Grund genug für die Dame, mittels ihrer Anwälte McDonald's zu verklagen - immerhin hätte ihrer Meinung nach der Fastfood-Konzern auf die Temperatur des Kaffees hinweisen und vor dieser unsachgemäßen Transportvariante warnen müssen. Ein Gericht sah das ähnlich und sprach ihr daraufhin 2,9 Millionen Dollar Schmerzensgeld zu. Mit den Stella-Awards werden seitdem besonders absurde und sinnlose Gerichtsprozesse ausgezeichnet.
Leider schwirren auch viele Plagiate durch das endlose World Wide Web. Aber nur auf der offiziellen Homepage der 'True Stella Awards' stehend jene Fälle, die Anspruch auf Echtheit erheben dürfen. Dort finden Sie neben den Originalfällen noch ein Archiv mit den 'Preisträgern' der letzen Jahre, ein Diskussionsforum sowie eine Mailingliste. Und damit Sie nicht auf die immer gleichen Plagiatsfälle hereinfallen, können Sie diese hier nachlesen.