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Deutsche sehnen sich nach der D-Mark

Was tun, wenn die Währung nicht mehr funktioniert? Zurück zur alten. So denkt die Mehrheit der Deutschen. Trost für Eurofreunde: Die Sehnsucht nach der D-Mark war schon größer.

Angesichts der tiefen Eurokrise haben die Deutschen Sehnsucht nach der D-Mark. Wenn sie wählen könnten, hätten 54 Prozent am liebsten die alte Währung zurück. In Ostdeutschland sind es sogar 67 Prozent. Nach einer Umfrage des Forsa-Instituts für den stern ist der Wunsch umso größer, je niedriger der Bildungsstand ist. So wollen unter den Hauptschulabsolventen 73 Prozent zurück zur Mark, von den Befragten mit Abitur oder Studium nur 37 Prozent.

Allerdings wissen die Bundesbürger die Vorteile des Euros durchaus zu schätzen: Lediglich 43 Prozent der Befragten sagen, dass es Deutschland heute wirtschaftlich besser gehen würde, wenn es die Mark noch gäbe. 51 Prozent sind nicht dieser Ansicht.

Eine D-Mark-Partei hätte ein Wählerpotenzial von 18 Prozent. Vor allem die Anhänger der FDP und die Ostdeutschen sind für das Thema empfänglich: In den neuen Bundesländern würden 23 Prozent der Befragten eine Partei wählen, die eine Rückkehr zur D-Mark verspricht, von den Anhängern der FDP wären es 20 Prozent. Zurzeit sondiert der frühere Industriepräsident Hans-Olaf Henkel die Gründung einer neuen Partei.

Allerdings war die Sehnsucht nach der guten, alten, harten Mark sogar schon noch größer. Im Dezember 2006, als von der Eurokrise noch keine Spur war, wünschten sich in einer stern-Umfrage satte 58 Prozent die alte Währung zurück. Es sind offenbar vor allem nostalgische Gründe, die für die D-Mark sprechen. So hatte im Jahre 2008 rund ein Drittel der Bürger Münzen oder Scheine der Währung - wohl kaum in der Annahme, damit eines Tages wieder damit zu bezahlen.

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