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Deutsche wünschen sich härtere Bestrafung von Bankern

Sie haben nichts aus der Krise gelernt - und wurden nicht genügend für ihre Fehler zur Verantwortung gezogen: Wenn von Bankmanagern die Rede ist, vertreten die meisten Deutschen diese Meinung.

  Zurück im Rampenlicht: Dirk Jens Nonnenmacher steht ab diesem Mittwoch vor Gericht

Zurück im Rampenlicht: Dirk Jens Nonnenmacher steht ab diesem Mittwoch vor Gericht

Kurz vor Beginn des Mammutprozesses gegen Dirk Jens Nonnenmacher, den früheren Vorstandschef der HSH Nordbank, sind 86 Prozent der Deutschen der Meinung, die Bankmanager seien für ihr Fehlverhalten bislang nicht ausreichend zur Rechenschaft gezogen worden. Das zeigt eine Umfrage für den stern. Lediglich 6 Prozent glauben, das Fehlverhalten der Bankmanager sei juristisch genügend aufgearbeitet worden.

Eine ähnlich überwältigende Mehrheit vertritt die Auffassung, die Bankmanager hätten nichts aus der Finanzkrise von 2008/2009 gelernt. 88 Prozent meinen, sie würden so weitermachen wie vor der Krise. Nur 9 Prozent sehen Änderungen im Verhalten der Bankmanager.

Nonnenmacher muss sich von diesem Mittwoch an vor der 8. Großen Strafkammer des Hamburger Landgerichts verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm und fünf weiteren Angeklagten Untreue in einem besonders schweren Fall vor. Sie sollen der Bank einen Schaden von 158 Millionen Euro zugefügt haben. Bei einer Verurteilung drohen dem früheren Bankchef bis zu zehn Jahre Gefängnis. Er selbst hält sich für unschuldig.

Datenbasis: Das Forsa-Institut befragte am 17. und 18. Juli 2013 für den stern 1001 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger, die durch eine computergesteuerte Zufallsstichprobe ermittelt wurden. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei +/- 3 Prozentpunkten.

Matthias Weber/print

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