Startseite

Gema-Tarifreform soll erst 2014 kommen

Musikveranstalter können ihre Existenzängste erst einmal vergessen: Die Tarifreform der Gema, die für größere Clubs höhere Kosten bedeutet, ist bis 2014 ausgesetzt. Es soll weiter verhandelt werden.

  Auf Basis ihrer neuen Veranstaltungstarife hat die Gema einen ersten Gesamtvertrag abgeschlossen - mit dem Bund Deutscher Karneval.

Auf Basis ihrer neuen Veranstaltungstarife hat die Gema einen ersten Gesamtvertrag abgeschlossen - mit dem Bund Deutscher Karneval.

Kompromiss im Gema-Streit: Die alte Tarifstruktur der Gema bleibt 2013 größtenteils bestehen. Damit hätten beide Tarifpartner für das kommende Jahr Planungssicherheit, teilten der Musikrechteverwerter und die Bundesvereinigung der Musikveranstalter (BVMV) am Donnerstag mit. Gema-Vorstandsmitglied Georg Oeller sprach von einer "zufriedenstellenden Lösung". Die umstrittene Reform sollte ursprünglich Anfang Januar in Kraft treten, wurde dann aber auf April und später auf Juni verschoben. Ein Gema-Sprecher fasst den Streit zusammen mit den Worten: "Es geht im Grunde, wie immer, ums Geld."

Die neue Übergangslösung sehe vor, dass die meisten Tarife für Musik-Veranstaltungen mit Ausnahme von Konzerten von Jahresbeginn an um fünf Prozent teurer würden, erläuterte er. Der Tarif für Clubs und Discos wird von April 2013 an um weitere zehn Prozent erhöht. Der BVMV-Vorsitzende, Ernst Fischer, sagte: "Mit dieser Lösung ist zumindest für 2013 die Zeit der existenziellen Ängste vieler Veranstalter beendet."

Verhandlungen ziehen sich seit Monaten hin

Viele vor allem größere Clubs warnen in dem Streit vor einer großen Kostensteigerung für die künftige Musiknutzung. Die Gema hatte dagegen darauf verwiesen, dass es mit der Reform für rund 40 Prozent der Veranstalter teurer werde, gerade die kleineren Clubs aber deutlich weniger bezahlen müssten. Die Verhandlungen ziehen sich seit Monaten hin. Sie sollen 2013 weitergehen. Die Gegenseite habe stets auf Zeit gespielt, sagte der Gema-Sprecher.

Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) zeigte sich auf ihrer Facebook-Seite erfreut: "Es ist gut, dass die Verhandlungsparteien aufeinander zugehen. Es ist eine kluge Entscheidung, sich mehr Zeit für Verhandlungen zu nehmen."

mlr/DPA/DPA

Weitere Themen

Stern Logo Das könnte Sie auch interessieren

Zu hohe Inkassogebühren, rechtens?
Hallo, ich habe am 20 März 15 einen Vertrag über 12 Monate mit einem Fitness-Studio abgeschlossen. Die Kosten (9,98 € 14-Tägig, 39,99€ Verwaltung einmalig, 19,99 Trainer und Servicepauschale Jährlich) sollten per Einzugsermächtigung abgebucht werden. Kürzlich bekam ich überraschend einen Brief von einem Inkassobüro mit der Zahlungsaufforderung für die gesamten 12 Monate inkl. der Verwaltung und Servicepauschale + Auslagen des Gläubigers (63,38€), Zinsen (1,42€), Geschäftsgebühr (45€), Auskunftskosten (5€) , Auslagenpauschale (9€) Hauptforderung 320,28€ Offene Forderung 444,08€ Nach dem ich mich bei der Firma erkundet habe, sagten sie mir, dass Zahlung zurückgegangen ist da mein Konto nicht gedeckt sei. Fakt war das sie einen Zahhlendreher in der Kontonummer hatten obwohl im meinem Durchschlag die Richtige Kontonummer angegeben wurde. Aber im Original hat jemand aus einer 3 eine 8 geändert. Nach Überprüfung konnte ich Feststellen das es diese Kontonummer gar nicht gibt und das diese vom System gar nicht angenommen wird. Spätestens da hätte man mich doch hinweisen oder fragen können was mit dem Konto sei. Es kam nie ein zu einem Zahhlungsrückgang, noch zu einer Zahlungserinnerung Mahnung seitens des Fitnessstudios. Die AGB´s habe ich nie zu Gesicht nie bekommen und auch nicht gelesen - diese stehen (nach meiner Recherche) im Internet aber auch nicht definiert wie man in Zahlungsverzug kommt. Leider habe ich unterschrieben das sie mir bekannt sind. Dies steht ganz kleingedruckt im Durchschlag. Ich habe der Firma vorgeschlagen die offenen Beiträge bis jetzt zu bezahlen und für die Zukunft eine neue Einzugsermächtigung zu erteilen, was sie aber abgelehnt haben und mir gesagt haben ich soll dies mit dem Inkassobüro klären. Der Fitnessvertrag ist somit gesperrt seit einem Monat. Da ich aber mit den Gebühren, Mahnspesen von dem Inkassobüro nicht einverstanden bin weiß ich nicht ob ich diese bezahlen muss. Ich habe dem Inkassobüro auch vorgeschlagen die offenen Beiträge zu begleichen und diese dann wie vertraglich vereinbart abgebucht werden. Sie haben mir angeboten diese in einem Jahr zu einem monatlichen Beitrag von 35€ abzuzahlen. Dies währen Mehrkosten von 100€, ist das rechtens? Bitte Antworten sie mir in einer Sprache die ich auch versteh - mit langen Gesetzestexten kann ich leider nicht umgehen Und was Sie denken was ich tun soll was rechtens ist. Vielen Dank im Voraus

Partner-Tools