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Strom-Schummel: Diese Haushaltsgeräte verbrauchen mehr Energie als angegeben

Labortests zeigen: Die Angaben zur Energieeffizienz stimmen oft nicht. Jedes fünfte Haushaltsgerät verbraucht mehr Strom als auf der Verpackung angegeben. Bei einigen Geräten schummeln die Hersteller besonders dreist.

  Ein Geschirrspüler des Herstellers OK spülte so schlecht, dass Intensivprogramme genutzt werden mussten, um ein sauberes Ergebnis zu erzielen. Der zusätzliche Stromverbrauch verursacht für einen Haushalt 23,46 Euro pro Jahr (Symbolbild).

Ein Geschirrspüler des Herstellers OK spülte so schlecht, dass Intensivprogramme genutzt werden mussten, um ein sauberes Ergebnis zu erzielen. Der zusätzliche Stromverbrauch verursacht für einen Haushalt 23,46 Euro pro Jahr (Symbolbild).

Beim Kauf eines Haushaltsgerätes achten viele Verbraucher sehr genau auf die Energieeffizienzklasse des Produktes. Schließlich schont ein sparsames Gerät nicht nur die Umwelt, sondern auch die Haushaltskasse. Doch bei den Angaben zur Energieeffizienz führen viele Hersteller die Kunden offenbar hinters Licht, wie eine aktuelle Studie zeigt.

18 von 100 untersuchten Produkten verbrauchten demnach mehr Strom als auf der Verpackung angegeben - das ist fast jedes fünfte Gerät. Einige der Testgeräte verschlangen sogar bis zu 30 Prozent mehr Strom als vom Hersteller ausgewiesen. Eine Lampe hatte 20 Prozent weniger Lumen als angegeben, ein Klimagerät mit dem Label A++ entsprach in Wahrheit nur der Klasse E.

Wlan und Standby ziehen unnötig Strom

Insgesamt wurden 20 Gerätegruppen von Kühlschränke bis Staubsauger getestet. Stromverschwendung stellten die Tester vor allem bei Wlan-fähigen Produkten sowie solchen mit mangelhaften Standby-Funktionen fest. So verbrauchten drei Digitalradios im Standby-Modus zwei bis drei Mal soviel Strom wie erlaubt. Ein Wäschetrockner ließ sich trotz anderslautender Herstellerangaben nicht abschalten. Und ein Wasserkocher zog unnötig Strom, weil sich sein Wlan nicht ausschalten ließ. 


Hinter der Studie im Rahmen des Projektes "MarktChecker" stehen 16 europäische Umwelt- und Verbraucherorganisationen, aus Deutschland waren der Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND) und der Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) beteiligt.

Die Fotostrecke zeigt die Zusatzkosten, die verschiedene Geräte aufgrund von unerlaubtem Mehrverbrauch verursachten. Eine Liste der auffällig gewordenen Produkte gibt es hier

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