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So teuer wird Strom 2017 - und soviel können Sie sparen

Mehr als 100 Stromversorger erhöhen zum Jahreswechsel die Preise. Die Stromrechnung für einen Durchschnittshaushalt steigt um bis zu 189 Euro. Wir zeigen, wie viel Sie bei einem Anbieterwechsel sparen können.

Strompreise steigen

Strom wird 2017 für Verbraucher teurer

Zuletzt gab es von der Strompreisfront erfreuliche Nachrichten: Im Verlauf des Jahres 2016 sank der Strompreis für Verbraucher im Schnitt um ein Prozent. Doch damit ist es nun vorbei. Zum Jahreswechsel erhöhen die Stromanbieter wieder auf breiter Front die Preise. 105 Versorger haben bereits Preiserhöhungen angekündigt, berichtet das Vergleichsportal Toptarif. Dem stehen nur 18 Versorger gegenüber, die die Preise senken. Bis zum 20. November haben die Anbieter Zeit, ihre Preisänderungen für Anfang 2017 bekanntzugeben.

Im Schnitt erhöhen die Stromversorger den Preis um 3,4 Prozent. Die Stromrechnung einer vierköpfigen Familie mit einem Jahresverbrauch von 4000 Kilowattstunden steigt dadurch um 40 Euro im Jahr. Einen ganz besonderen Schock dürften die Kunden der Stadtwerke Dettelbach bekommen. Der Anbieter aus Bayern schlägt in seinem Grundversorgungstarif satte 15,2 Prozent drauf - das entspricht Mehrkosten von 189 Euro für die Durchschnittsfamilie.

Höhere EEG-Umlage treibt Strompreis

Die Stromanbieter begründen den Preisschub vor allem mit gestiegenen staatlichen Abgaben sowie höheren Netzentgelten, die sie an die Betreiber der Stromnetze abführen müssen. Größter Posten bei den staatlichen Abgaben ist die Ökostrom-Umlage, die sich zum Jahreswechsel von derzeit 6,35 Cent auf 6,88 pro Kilowattstunde erhöht.

Wie bei jeder Strompreiserhöhung haben die Kunden ein Sonderkündigungsrecht. Egal, wie lang der Vertrag eigentlich noch läuft: Innerhalb von zwei Wochen nach Erhalt der Ankündigung kann man kündigen. Wer noch im Grundversorgungstarif ist (etwa, weil er den Strom-Anbieter noch nie gewechselt hat), kann jederzeit mit Frist von zwei Wochen kündigen.

Von Aachen bis Zwickau - so groß ist das Sparpotenzial

Die Grundversorgung ist in der Regel deutlich teurer als andere Tarife und Anbieter. Das Vergleichsportal Toptarif hat für 200 Städte berechnet, wie viel Kunden sparen können, wenn sie von der Grundversorgung in den günstigsten Tarif des günstigsten Anbieters wechseln: Im Schnitt sind es für einen Durchschnittshaushalt 470 Euro im Jahr. Das genaue Sparpotenzial für Ihre Stadt können Sie in dieser Tabelle nachschauen. 

+++ Einen aktuellen Vergleich erhalten Sie jederzeit im Stromvergleichsrechner, den der stern in Zusammenarbeit mit Toptarif anbietet +++

Wer zu einem besonders günstigen Anbieter wechseln will, sollte sich allerdings möglicher Fallstricke bewusst sein. Denn: Je günstiger der Tarif, desto höher der Druck für den Anbieter, sich das Geld auf anderem Weg wieder hereinzuholen. So verschleiern manche Billiganbieter Preiserhöhungen oder versuchen, sich um versprochene Bonuszahlungen zu drücken. Worauf Verbraucher bei Billig-Stromanbietern achten sollten, steht in diesem Artikel

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