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Schluss mit der Hysterie

Deutschland leidet an akuter Stromhysterie. Wenn uns der Strom wirklich zu teuer wäre, würden wir wohl anders damit umgehen.

Ein Kommentar von Daniel Bakir

  Im kommenden Jahr müssen die Bundesbürger für Strom tiefer in die Tasche greifen

Im kommenden Jahr müssen die Bundesbürger für Strom tiefer in die Tasche greifen

Was für eine Hysterie! Der Europa-Chef des Energieversorgers Vattenfall droht, die Stromrechnung für Privatkunden werde wegen der Energiewende bis 2020 um bis zu 30 Prozent steigen. Die Verbraucherschützer stehen schon auf den Barrikaden, werfen wiederum den Stromkonzernen Preistreiberei vor. Und die Bundesregierung signalisiert: Das kann nicht so weiter gehen, Strom muss bezahlbar bleiben. Man könnte meinen, wir stecken in einer schweren Energiekrise.

Die Stromhysterie scheint eng verwandt zu sein mit dem Phänomen der Benzinwut. Auch hier schreit die Nation bei jedem neuen Rekord an der Zapfsäule kollektiv auf – und fährt trotzdem hinterher genauso viel Auto wie zuvor. Beim Strom ist es genau so: Im kommenden Jahr wird er möglicherweise um 70 Euro pro Haushalt teurer. Inklusive Mehrwertsteuer. Doch so lange wir den ganzen Tag zwei Computer, einen Flachbildfernseher, Kühltruhen, die wir eigentlich gar nicht brauchen und jede Menge anderer Stromfresser laufen lassen, scheint es uns stromtechnisch gar nicht so schlecht zu gehen. Noch immer verzichten weite Teile der Bevölkerung darauf, ihrem Energieversorger zu Gunsten eines günstigeren Anbieters den Rücken zu kehren. Und die alte Glühbirne, deren letzte Exemplare in diesen Tagen aus den Regalen verschwinden sollen, hat mehr Fans denn je. Sie hat zwar unbestreitbar auch Vorteile gegenüber den neuen Energiesparlampen – vom Stromverbrauch her aber ist sie ein Desaster.

Hand aufs Herz. Kennen Sie tatsächlich jemanden, der seinen Strom nicht bezahlen kann? Dann wird dieser jemand wahrscheinlich grundsätzlich zu wenig Geld haben und verdient selbstverständlich staatliche Unterstützung. Wenn jemand seine Miete nicht bezahlen kann, hilft der Staat ja auch. Eine Stromarmut auf breiter Front ist aber nicht zu erkennen.

Energie war nie so billig, wie sie verkauft wurde

Natürlich ist es ärgerlich, dass Privathaushalte heute ungefähr doppelt so viel für Energie (nicht nur Strom) ausgeben wie vor 20 Jahren. Das alles erscheint aber halb so schlimm, wenn man sich einmal bewusst macht, was man sich vor 20 Jahren alles nicht leisten konnte. All die tollen Hightechprodukte, die nun den teuren Strom verbrauchen zum Beispiel. Manche Güter werden im Laufe der Zeit eben günstiger, andere teurer. Und Energie ist ein wertvolles Gut, was zwangsläufig teurer werden muss. Weil es nämlich in Wahrheit nie so billig war, wie es verkauft wurde. Die Kosten für Umweltzerstörung oder Endlagerung standen nie auf der Stromrechnung der Verbraucher.

Das entbindet die Politik nicht davon, Fehlentwicklungen bei der Energiewende zu korrigieren. Davon gibt es wahrlich genug: Geld für Windstrom, der nicht genutzt werden kann, weil die Windräder nicht ans Netz angeschlossen sind. Ein bürokratischer Vergütungsdschungel, der alles andere als effizient ist. Energieintensive Betriebe, die sich an den Kosten für Ökostrom nicht beteiligen müssen. Einige wenige Stromkonzerne, die trotz aller Jammerei den Markt dominieren und Milliardengewinne einstreichen. Für all das soll die Bundesregierung um Umweltminister Peter Altmaier nach vernünftigen Lösungen suchen, um den Strom nicht teurer werden zu lassen als nötig. Dabei soll sie aber nicht in populistischen Aktionismus verfallen, nur weil demnächst eine Bundestagswahl ansteht.

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