Sollten die Arbeitgeber bis zur dritten Aprilwoche auf dem Angebot von zwei Prozent bestehen, will die Gewerkschaft ihre Mitglieder zur Urabstimmung über Streiks aufrufen.

Streikende Mitarbeiter des Rasierklingenherstellers Wilkinson© dpa
Der IG-Metall-Vizechef Jürgen Peters hat den Arbeitgebern ein Ultimatum gestellt, bis zu dem Klarheit über die Tarifrunde bestehen soll. »Nach der dritten April-Woche muss definitiv klar sein, ob diese Tarifrunde friedlich über die Bühne geht oder ob wir die Arbeitgeber zu einem vernünftigen Kompromiss zwingen müssen«, sagte Peters in der Freitagsausgabe des »Handelsblatt«. Sollten die Arbeitgeber auf dem Angebot von zwei Prozent beharren, will die Gewerkschaft ihre Mitglieder zur Urabstimmung aufrufen müssen. Die IG Metall fordert Lohn-Anhebungen von 6,5 Prozent.
Gesamtmetall-Geschäftsführer Hans Werner Busch sieht indes keinen Grund, ein verbessertes Angebot vorzulegen, berichtete die Zeitung weiter. Zunächst muss geklärt werden, wie der Einstieg in einen gemeinsamen Entgeltrahmen für Arbeiter und Angestellte (Era) umgesetzt werden kann. Dies braucht wegen der komplizierten Materie Zeit. Peters wies diese Darstellung zurück: »Wir sprechen schon seit Jahren über einen gemeinsamen Entgeltrahmen für Arbeiter und Angestellte. Die Aussage der Arbeitgeber, dass man dazu noch viele Verhandlungsrunden braucht, ist nicht sehr glaubwürdig.« Der Gesamtmetall-Präsident Martin Kannegießer erwartet dem Bericht zufolge, dass der Tarifkonflikt der Metallindustrie frühestens Ende April die Zielgerade erreicht.