Startseite

Tchibo will sparen und streicht 350 Stellen

Der Kaffeeröster setzt den Rotstift an: Offenbar plant Tchibo bis 2017 rund 350 Stellen zu streichen. Derzeit arbeiten gut 2000 Angestellte in der Hamburger Verwaltung für das Unternehmen. 

  Der Kaffee-Konzern Tchibo will sich von rund 350 Mitarbeitern trennen. 

Der Kaffee-Konzern Tchibo will sich von rund 350 Mitarbeitern trennen. 

Tchibo wird den Gürtel enger schnallen: Im Rahmen des Sparprogramms "Fit for Growth" will der Kaffeeröster und Handelskonzern Stellen in der Hamburger Firmenzentrale streichen. Davon betroffen sind sowohl das Food-, als auch das Non-Food-Geschäft, berichtet die "Lebensmittelzeitung". 

Tchibo muss sparen

Im Unternehmen sei allen klar, "dass es neben Kostensenkungen in den kommenden zwei Jahren auch zum Abbau von Stellen kommen wird", erklärt ein Tchibo-Sprecher auf Anfrage der "Lebensmittelzeitung". Geplant seien, dass 350 der rund 2000 Mitarbeiter in der Zentrale gehen müssen. Insgesamt arbeiten für den Handelsriesen gut 8500 Menschen in Deutschland und rund 12.500 Angestellte weltweit. Tchibo betreibt rund 700 Filialen, 500 davon mit integrierter Kaffeebar. 

Auslöser für die radikale Schrumpfkur sind die schwachen Umsatzzahlen der vergangenen Monate. Im Vergangenen Jahr sanken die Erlöse um 2,7 Prozent auf rund 3,4 Milliarden Euro. Mit dem Sparprogramm wollen Tchibo-Chef Markus Conrad und Inhaber Michael Herz insgesamt rund 100 Millionen Euro einsparen. 

Bei Tchibo gibt es Inseln und Hausboote

Tchibo sorgt seit Jahren immer wieder für Aufsehen, weil das Unternehmen längst nicht mehr nur Kaffee verkauft. So gibt es bei Tchibo inzwischen Reisen und Kreuzfahrten. Auch Ökostrom, Gas, Produkte Finanzprodukte zur Altersvorsorge und Handytarife zählten zum Angebot. Sogar Zahnersatz gab es zwischenzeitlich. Das Geschäft mit Versicherungen wurden den Hamburgern allerdings vom Bundesgerichtshof untersagt, da das Unternehmen keine Genehmigung zur Vermittlung von Versicherungen hatte. Darüber hinaus bietet Tchibo immer mal wieder sehr kuriose Dinge an: Im August 2014 konnten Kunden bei dem Kaffeeröster Designer-Hausboote ordern, keine drei Monate später boten die Hamburger 3-D-Drucker an, ganz pünktlich zum Weihnachtsgeschäft. Auch private Trauminseln und ein Privatflugzeug für 95.000 Euro konnten Kunden zeitweise dort kaufen.

kg
täglich & kostenlos
Täglich & kostenlos

Stern Logo Das könnte Sie auch interessieren

Partner-Tools