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Thermomix-Unfall: Diesen groben Bedienfehler sollten Sie niemals machen

Eine Thermomix-Kundin aus Australien hat mit Fotos von schlimmen Verbrennungen für Aufregung gesorgt. Einem deutschen Kunden widerfuhr Ähnliches - er hatte das Gerät allerdings nicht wie vorgesehen benutzt.

  Mit diesem Thermomix TM31 zog sich ein Kunde aus Bayern schwere Verbrennungen zu

Mit diesem Thermomix TM31 zog sich ein Kunde aus Bayern schwere Verbrennungen zu

Ein Küchenunfall am anderen Ende der Welt hat normalerweise nicht das Potenzial, in Deutschland für Aufregung zu sorgen. Doch was der Australierin Danika Jones widerfahren ist, sorgt auch hierzulande für Gesprächsstoff. Denn die schlimmen Verbrennungen an Armen und Oberkörper, die die Mutter aus Perth erlitten hat, soll ihr ein explodierter Thermomix zugefügt haben. Jenes Luxus-Küchengerät von Vorwerk, was auch hierzulande äußerst beliebt ist. Nun fragt sich mancher: Ist der viel gelobte Thermomix etwa ein Sicherheitsrisiko?

Ob der Thermomix aus Perth irgendeine Fehlfunktion hatte oder ob Jones den Unfall selbst verschuldet hat, ist nicht geklärt. Denn Jones hat zwar die schockierenden Bilder ihrer Verbrennungen über australische Medien verbreitet, dem Hersteller das betroffene Gerät aber nicht für eine Überprüfung zur Verfügung gestellt. "Dies wäre wichtig, um die Ursachen des Vorfalls ergründen zu können", sagt ein Vorwerk-Sprecher.

Fest steht, dass bei der Benutzung der Küchenwundermaschine genauso Vorsicht angesagt ist wie beim Kochen mit einem ganz normalen Schnellkochtopf. Das belegt auch ein Fall aus Bayern: Ein Thermomix-Kunde aus Erding berichtet dem stern, dass ihm vergangenes Jahr ähnliches widerfuhr wie Frau Jones aus Perth.

Thermomix-Kunde aus Bayern erlitt Verbrennungen

Beim Zubereiten einer Karotten-Kartoffel-Suppe mit dem TM31 - dem Vorgänger des aktuellen Modells, um das es auch in Australien geht - zog sich der Erdinger schlimme Verbrennungen an Armen, Oberkörper und Gesicht zu. Beim Kochen der Suppe auf hoher Stufe entstand in dem Gerät ein solcher Druck, sodass die heiße Flüssigkeit herausschoss. Allerdings hatte der Kunde nicht den von Vorwerk mitgelieferten Plastikdeckel benutzt, der so etwas verhindern soll, sondern die Öffnung mit einer einfachen Porzellantasse bedeckt.

Der Erdinger erlitt Verbrennungen ersten und zweiten Grades und war anderthalb Monate arbeitsunfähig. Seine anderthalbjährige Tochter, die in der Küche hinter ihm stand, kam glücklicherweise mit leichten Blessuren davon. "Sicher bin ich auch selber Schuld, trotzdem sollte so etwa gar nicht passieren können", meint der 30-Jährige, der das Gerät zwar noch benutzt, aber nur noch hinter geschlossener Tür in der Speisekammer.

Vorwerk: Geräte sind sicher

Vorwerk nimmt das Thema Sicherheit sehr ernst. Als vor einiger Zeit Sicherheitstests zeigten, dass bei einigen TM31 der Dichtungsring im Deckel nicht einwandfrei funktionierte, schickte Vorwerk allen potenziell betroffenen Kunden vorsorglich einen neuen. Auch die Kundin aus Australien und der Nutzer in Erding hatten diesen Dichtungsring erhalten.

Zu dem Fall aus Bayern erklärt Vorwerk, "dass beim Abdecken der Deckelöffnung mit einer Porzellantasse ganz eindeutig eine unsachgemäße Nutzung des Gerätes vorliegt". Grundsätzlich gelte: "Wenn der Nutzer die Gebrauchsanleitung befolgt, funktioniert das Gerät einwandfrei und sicher. Das gilt für alle Thermomix-Modelle."

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