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Verkaufen, umtauschen oder reklamieren?

Das Gegenteil von gut ist gut gemeint - das gilt häufig auch für Weihnachtsgeschenke. Zum Glück gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie man Präsent-Flops wieder loswerden kann.

  Viele Geschenke treffen nicht wirklich den Geschmack des Beschenkten

Viele Geschenke treffen nicht wirklich den Geschmack des Beschenkten

Nein, auch der Weihnachtsmann ist nicht unfehlbar. Alle Jahre wieder liegen unterm Tannenbaum Geschenke, bei denen ein "Oh, wie schön" echte Überwindung kostet. Schon beim Auspacken fragt sich der Beschenkte, wie er das Präsent wieder loswerden kann.

Zum Glück gibt es verschiedene Möglichkeiten, sich unliebsamer Geschenke zu entledigen. Die meisten sind nicht mit Schlange stehen zwischen den Jahren verbunden.

Verkaufen

Am leichtesten ist es, unliebsame Geschenke im Internet wieder loszuwerden. Eine Möglichkeit sind Auktionen im Netz (zum Beispiel Ebay), aber auch auf Marktplätzen für Kleinanzeigen (wie Ebay Kleinanzeigen, Quoka oder meinestadt.de) lässt sich das Präsent weiterverkaufen.

Wer im Internet verkauft, sollte sich aber unbedingt als privater Verkäufer anmelden. Dann muss nämlich kein Widerrufs- oder Rückgaberecht eingeräumt werden. Mit einem Hinweis kann auch die gesetzliche Gewährleistung ausgeschlossen werden.

Doch im Netz gilt auch, korrekte Angaben über die Artikel zu machen. "Private Anbieter sind genauso wie gewerbliche Verkäufer zu wahrheitsgemäßen Angaben verpflichtet", mahnt der Hightech-Verband Bitkom. Der Verband warnt zudem davor, einfach schnell Fotos und Produktbeschreibungen von den Hersteller-Seiten zu kopieren. "Bilder und Texte im Internet sind in der Regel urheberrechtlich geschützt." Deshalb besser eigene Fotos schießen und eigene Texte schreiben.

Wem dieser Aufwand zu groß und der Kontakt zu den Käufern zu mühsam sind, kann unliebsame Geschenke auch an sogenannte Recommerce-Anbieter verkaufen. Anbieter wie Rebuy.de, Momox und Wirkaufens kaufen Bücher, CDs, Filme, Computerspiele und andere Produkte zu Festpreisen zurück und bieten gleichzeitig gebrauchte Ware an. Preisunterschiede zwischen diesen Second-Hand-Läden lassen sich mit der Vergleichswebsite Werzahltmehr.de herausfinden, die laut eigenen Angaben 20 Recommerce-Plattformen beobachtet.

Umtausch

Wer sich traut, um den Kassenbon zu bitten, kann das unerwünschte Präsent auch in den Laden zurückbringen. Doch die Verbraucherzentrale Berlin warnt: "In Deutschland gibt es kein Recht auf Umtausch." Deshalb sollten schon die Käufer darauf achten, sich nach den Möglichkeiten zu erkundigen. CDs, DVDs und Software sollten möglichst versiegelt sein. Bei online bestellten Produkten gilt das Widerrufsrecht. Innerhalb von zwei Wochen kann die Ware zurückgeschickt werden.

Reklamation

Mangelhafte oder beschädigte Geschenke können innerhalb von zwei Jahren ab dem Kauf mit Vorlage des Kassenbons reklamiert werden. Bei gebrauchten Waren oder bei Sonderangeboten könne die gesetzliche Gewährleistungspflicht aber auf ein Jahr verkürzt werden, erklärt die Verbraucherzentrale Berlin.

Es empfiehlt sich in jedem Fall, die Ansprüche möglichst schnell geltend zu machen. In den ersten sechs Monaten kann der Kunde laut Verbraucherzentrale Berlin problemlos reklamieren. Danach müsse er beweisen, dass der Defekt schon zum Kaufzeitpunkt bestanden habe, warnen die Verbraucherschützer. Auch zwei Reparaturversuche müssen akzeptiert werden.

Verschenken

Wer sein Geschenk nicht mag, kann es auch einfach bei der nächsten Gelegenheit weiter verschenken. Vielleicht löst das Präsent dann echte Freude aus - ansonsten muss sich der Nächste Gedanken machen, wie er das unliebsame Geschenk wieder loswird.

san/AFP/AFP

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