Verkaufen, umtauschen oder reklamieren?

26. Dezember 2012, 10:17 Uhr

Das Gegenteil von gut ist gut gemeint - das gilt häufig auch für Weihnachtsgeschenke. Zum Glück gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie man Präsent-Flops wieder loswerden kann.

Alle Jahre wieder, kommt nach der Bescherung der Verdruss. Das Buchgeschenk ist langweilig und die Hose passt nicht. mehr...

Was tun? Im Geschäft umtauschen oder zurückgeben, wäre naheliegend. Doch ganz so einfach ist das nicht, weiß der Fachmann.

O-Ton Michael Bruns, Rechtsexperte, Stiftung Warentest

„Viele Leute glauben, wenn sie nach zwei – drei Tagen ganz schnell noch hingehen und die Ware ja noch in Ordnung ist, noch gar nicht ausgepackt wohlmöglich, dann müsste der Händler das zurücknehmen – das muss er nicht. Wer im Laden vor Ort kauft, der hat die Sache dann auch erworben und kann davon nicht einfach wieder zurücktreten.“

Das heißt: Wer Waren umtauschen möchte, ist auf die Kulanz des Händlers angewiesen. Es sei denn, man lässt sich schon beim Kauf ein Umtauschrecht schriftlich bestätigen. Ganz allgemein gilt: Großhandelsketten oder Kaufhäuser sind beim Umtausch kulanter. In kleinen Läden oder bei Markthändlern kann es schwierig werden.

Anders ist die Lage im Versandhandel – zum Beispiel bei Internet-Käufen. Da kann der Kunde Waren innerhalb von 14 Tagen zurückgeben.

O-Ton Michael Bruns, Rechtsexperte, Stiftung Warentest

„Das Ganze muss kostenlos sein, er braucht also auch das Porto nicht bezahlen, muss das volle Geld, den vollen Kaufpreis erstattet bekommen, und er braucht dafür auch gar keine Gründe angeben, es reicht, also die Ware zurückzuschicken und zu sagen: Ich trete hiermit vom Kauf zurück.“

Aufwand ist das trotzdem. Die Alternative zum Umtauschstress: Gutscheine!  Inzwischen gibt es die für fast alles und jeden Geschmack, und sie freuen auch den Weihnachtsmann. Der hat dann weniger zu schleppen. Schließen