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9. März 2010, 13:44 Uhr

Bundesbank schreibt Milliarden-Gewinn

Die gesunkenen Zinsen im Euro-Raum haben den Gewinn der Bundesbank im vergangenen Jahr um ein Drittel einbrechen lassen. Wie Bundesbank-Präsident Axel Weber berichtete, belief sich der Überschuss dennoch auf mehr als vier Milliarden Euro.

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Bundesbankpräsident Axel Weber erklärt den geringeren Überschuss mit niedrigeren Zinserträgen© Arne Dedert/DPA

Die Deutsche Bundesbank hat im Krisenjahr 2009 einen Überschuss von 4,1 Milliarden Euro gemacht. Das teilte die Notenbank am Dienstag in Frankfurt mit. Im Vorjahr hatte der Jahresüberschuss 6,3 Milliarden Euro betragen.

"Der Rückgang ist vor allem auf niedrigere Zinserträge in Euro zurückzuführen. Grund hierfür waren die in der Eurozone historisch niedrigen Leitzinsen", erklärte Bundesbankpräsident Axel Weber. Der Leitzins verharrt seit Mai 2009 auf dem Rekordtief von einem Prozent.

Gewinne mit Gold, Fremdwährungen und Wertpapieren

Die wichtigste Quelle für den Bundesbank-Gewinn waren Zinserträge von 7,6 Milliarden Euro. Das war deutlich weniger als noch 2008, als die Bank 16,9 Milliarden Euro Zinsen einnahm. Gleichzeitig musste die Bundesbank im vergangenen Jahr aber selber "nur" 3,5 Milliarden Euro Zinsen zahlen - fünf Milliarden weniger als 2008. Im Geschäft mit Gold, Fremdwährungen und Wertpapieren verdiente die Bundesbank 0,7 Milliarden Euro, mit Beteiligungen 0,6 Milliarden Euro.

Die Bundesbank überwies ihren Gewinn in voller Höhe an den Bund abgeführt. 3,5 Milliarden Euro stehen dem Bundeshaushalt als laufende Einnahmequelle und zur Verringerung neuer Schulden zur Verfügung. Mit dem Rest der Summe werden Schulden getilgt.

DPA/AFP
 
 
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