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Internetriese soll Kunden betrogen haben

Thomas Wagner ist der Reisekönig im Web. Ihm gehören Portale wie Fluege.de und Ab-in-den-Urlaub.de. Seine Masche: Promiwerbung und Buchungsfallen - und laut stern-Recherche womöglich Betrug.

  Hat mit Internetportalen ein Imperium aufgebaut: Thomas Wagner, Chef des Leipziger Unternehmens Unister. Er hat angekündigt, dass er sich von der Unternehmensspitze zurückziehen will.

Hat mit Internetportalen ein Imperium aufgebaut: Thomas Wagner, Chef des Leipziger Unternehmens Unister. Er hat angekündigt, dass er sich von der Unternehmensspitze zurückziehen will.

Der Internetanbieter Unister gerät zunehmend unter Druck und steht nun auch unter Betrugsverdacht. Das bestätigte die Staatsanwaltschaft Leipzig gegenüber dem Magazin stern.

Vergangene Woche waren die Geschäftsräume des Unternehmens durchsucht und drei Manager verhaftet worden. Dabei ging es um unbefugte Geschäftstätigkeiten in Zusammenhang mit Versicherungen sowie Steuervorwürfe. Unister betreibt mit Fluege.de und Ab-in-den-Urlaub.de zwei der größten deutschen Reisevermittler im Internet.

Das nun bekannt gewordene Betrugsverfahren richtet sich gegen den Gründer und Chef des Unternehmens, Thomas Wagner. In diesem Fall geht es um Machenschaften bei der firmeneigenen Dating-Plattform Partnersuche.de.

Wagner und Co., so der Verdacht, sollen in den Jahren 2010 und 2011 mit erfundenen Profilen automatisiert Kontaktanfragen vorgetäuscht und so Kunden in Abonnements gelockt haben. In einer internen E-Mail von Januar 2010, die dem stern vorliegt, gibt Wagner Mitarbeitern persönlich Anweisungen zur Handhabe der "Fake-Aktivitäten wie Anklopfer und Kontaktanfragen, die automatisch zur Aktivierung der Nutzer in bestimmten Intervallen verschickt werden sollen“.

Unister wollte die Betrugsvorwürfe auf stern-Anfrage nicht kommentieren.

Johannes Röhrig/print

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