So erkennen Sie Spendenbetrüger

7. Dezember 2012, 13:08 Uhr

Weihnachtszeit ist Spendenzeit: Besonders im Dezember wollen viele Gutes tun. Doch nicht jede Organisation ist seriös. Worauf Sie achten müssen, damit Ihre Spende richtig ankommt.

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Weihnachtszeit ist auch Spendenzeit. Pro Jahr spenden die Deutschen zwischen drei und fünf Milliarden Euro, je nach Quelle. mehr...

Unzählige Vereine und Stiftungen konkurrieren um die milden Gaben. Doch nicht alle sind seriös, warnen Verbraucherzentralen.

O-Ton: Edda Castelló, Verbraucherzentrale Hamburg

„Ganz die Finger lassen sollte man von allen, die einen auf der Straße oder an der Haustür ansprechen, hier kann man beinahe sicher sein, dass ein Großteil des hingegebenen Geldes in die Taschen der Vertriebsleute fließt.“

Auch reißerische Werbung finden die Verbraucherexperten fragwürdig. Oft zielt sie über das Herz direkt auf den Geldbeutel.

O-Ton: Edda Castelló, Verbraucherzentrale Hamburg

„Also, hungrige Kinder mit Tränen in den Augen, um es mal sehr zynisch zu sagen, sind zwar sehr wirkungsvoll, weil man sofort ein schlechtes Gewissen bekommt, aber sehr häufig werden diese Mittel eingesetzt, um die Leute zum Spenden zu bringen, ohne dass dieses Geld den hungrigen Kindern auch zu Gute kommt.“

Relativ sicher: Die Sammelaktionen großer Unternehmen – schließlich sind die um ihren guten Ruf besorgt. Hier verkaufen Azubis des Unilever-Konzerns Restposten. Der Erlös geht an Kinderhilfsorganisationen, die man seit Jahren kennt.

O-Ton: Merlin Koene, Kommunikationsdirektor Unilever

„Das ist eigentlich das Beste, was man machen kann und wirklich diesen persönlichen Bezug geht. Weil über diesen persönlichen Bezug und über diesen persönlichen Kontakt kann das nur funktionieren, und es ist dann nicht einfach nur ein Briefkasten, in den man Geld reinwirft.“

Prüfen, was mit Spenden passiert, das können normale Spender nicht. Immerhin, es gibt die Website des „Deutschen Zentralinstituts für Soziale Fragen“ - mit einer Liste seriöser Empfänger.

O-Ton: Edda Castelló, Verbraucherzentrale Hamburg

„Wir halten es auch für sinnvoll, wenn man das Geld, was man spenden möchte, nicht auf zu viele Organisationen verteilt, weil dann verhältnismäßig die Verwaltungskostenanteile ja zu hoch sind. Also lieber nur das Geld an eine oder zwei Organisationen spenden.“

Vielleicht einer, die man schon kennt - zum Beispiel das örtliche Tierheim. Dort kann man dann mit eigenen Augen sehen, wem man geholfen hat. Schließen