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28. Februar 2009, 11:22 Uhr

Volkswagen streicht alle Leiharbeiter-Jobs

Die Absatzkrise zwingt auch Volkswagen zu Einschnitten. Doch laut Martin Winterkorn sind die Stammarbeitsplätze bei VW zunächst gesichert. Der Volkswagen-Chef fordert eine Aufstockung der Abwrackprämie und kritisiert Staatshilfen für Opel.

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Bei Volkswagen verlieren 16.500 Leiharbeiter ihren Job© DDP/Philipp Guelland

Als Konsequenz aus der Absatzkrise streicht der Volkswagen-Konzern 16.500 Leiharbeiter-Stellen. Das sagte VW-Chef Martin Winterkorn dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". Alle 16.500 Leiharbeiter-Stellen, die es in dem Unternehmen Ende 2008 noch gegeben habe, würden dieses Jahr gestrichen. Die Arbeitsplätze der Stammbelegschaft seien aber zunächst gesichert. "Für dieses Jahr sehe ich da keine Probleme", sagte der VW-Chef. Wenn die Krise allerdings anhalte, müsse "man über andere Dinge nachdenken".

Von der Bundesregierung verlangte der VW-Chef eine Aufstockung der Abwrackprämie. Die vorgesehenen 1,5 Milliarden Euro reichten nicht. "Das Programm sollte auf jeden Fall verlängert werden", sagte Winterkorn. Zumal der Staat mit jedem zusätzlich verkauften Auto über die Mehrwertsteuer wieder so viel Geld einnehme, "wie er zuvor als Prämie ausgegeben hat".

Winterkorn sprach sich gegen Staatshilfen für den Konkurrenten Opel aus. "Der Staat sollte sich raushalten", sagte der VW-Chef auf eine entsprechende Frage. Winterkorn nannte es legitim, wenn der Staat punktuell und für eine Übergangszeit einem Unternehmen mit Bürgschaften beispringe. Der Staat dürfe aber nicht zur Rettungsgesellschaft für möglicherweise vom Bankrott bedrohte Firmen werden. Der Vorstandsvorsitzende des VW-Konzerns sagte, er könne "nicht beurteilen", ob Opel der Konkurs drohe, "das wäre natürlich zu bedauern". Er wisse nur, dass die Ablösung vom US-Mutterkonzern General Motors nicht so einfach sei "bei der engen Vernetzung, die über Jahre gewachsen ist".

AP
 
 
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