5. April 2013, 19:38 Uhr

Bundesverband kritisiert Praktiken bei Amazon

Angesichts der bevorstehenden Streiks im Leipziger Versandzentrum von Amazon wächst auch in der Branche der Unmut über den Versandhändler. Dieser war im Februar wegen der schlechten Behandlung seiner Leiharbeiter massiv in die Kritik geraten.

MARBURG/LEIPZIG (AFX) - Angesichts der bevorstehenden Streiks im Leipziger Versandzentrum von Amazon wächst auch in der Branche der Unmut über den Versandhändler. Dieser war im Februar wegen der schlechten Behandlung seiner Leiharbeiter massiv in die Kritik geraten. "Es ist misslich, dass durch ein einzelnes Unternehmen ein Eindruck entsteht, unter dem die ganze Branche leiden könnte", sagte die Sprecherin des Bundesverbands des Deutschen Versandhandels (BVH), Christin Schmidt, der "Oberhessischen Presse" (Samstag). Im BVH mit seinen 340 Mitgliedern sind große Versandhändler wie Otto und Weltbild, aber auch kleine Händler organisiert.

Beim Versandriesen Amazon wollen Beschäftigte in Deutschland erstmals für mehr Geld streiken. Bei einer Urabstimmung im Leipziger Logistikzentrum stimmten 97 Prozent der teilnehmenden Verdi-Mitglieder für Arbeitsniederlegungen. "Wir werden nicht locker lassen, bis wir einen vernünftigen Tarifabschluss haben", sagte Gewerkschaftssprecher Jörg Lauenroth-Mago am Freitag. Jetzt werde die Gewerkschaft ganztägige und mehrtägige Streiks planen. Über einen Zeitpunkt sagte Lauenroth-Mago noch nichts.

 
 
Jetzt bewerten
0 Bewertungen
MEHR ZUM THEMA
powered by wefind WeFind
 
Jetzt stern unverbindlich testen

10 x stern + 30% Preisvorteil + kostenloses stern eMagazine + gratis Dankeschön. Jetzt sichern.

 
 
 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (15/2013)
Schampus für alle!