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29. Juli 2009, 16:17 Uhr

Porsche macht Milliardenverlust

Jahrelang standen Milliardengewinne an, jetzt rutscht Porsche in tiefrote Zahlen: Der Sportwagenbauer fährt einen Verlust von fünf Milliarden Euro ein. Das schlechte Vorsteuerergebnis wird auf den Verkauf von VW-Optionen zurückgeführt. Für die Aktien-Optionen gibt es bereits einen Interessenten.

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Turbulente Zeiten für die Mitarbeiter von Porsche: Die Übernahme von VW ist misslungen, der Konzern macht Milliardenverluste im endenden Geschäftsjahr© Bernd Weißbrod/DPA

Nach jahrelangen Milliardengewinnen rutscht der vor der Eingliederung in den VW-Konzern stehende Autobauer Porsche in die roten Zahlen. Im Konzernabschluss der Porsche SE sei für das am 31. Juli endende Geschäftsjahr 2008/2009 mit einem Verlust vor Steuern in einer Größenordnung von bis zu fünf Milliarden Euro zu rechnen, teilte Porsche am Mittwoch nach einer Aufsichtsratsitzung mit. Im Geschäftsjahr zuvor hatte Porsche durch Buchgewinne wegen der VW-Optionen einen Vorsteuergewinn von 8,5 Milliarden Euro eingefahren, der sogar den Umsatz (7,4 Milliarden Euro) übertraf.

Der absehbare Verlust stehe vor allem im Zusammenhang mit dem geplanten Verkauf von Optionen auf VW-Stammaktien. Darüber würden derzeit Verhandlungen geführt. Zum Verhandlungsstand machte Porsche keine Angaben. Durch den Verkauf des Optionspakets würden gebundene Barmittel "in erheblicher Größenordnung" frei.

Laut Porsche befindet man sich mit dem Emirat Katar in fortgeschrittenen Verhandlungen über den Verkauf der Optionen auf Volkswagen-Aktien. Mit der Beteiligungsgesellschaft von Katar würden außerdem Gespräche über einen Einstieg bei der Porsche SE geführt.

Vor einer Woche war der monatelange dramatische Übernahmekampf von Porsche und Volkswagen zugunsten von VW entschieden worden. VW will den hochverschuldeten Sportwagenbauer nach und nach übernehmen und als eigenständige zehnte Konzernmarke eingliedern. Das Emirat Katar soll sich an der neuen Gesellschaft beteiligen. Viele Details stehen noch nicht fest; bis zum 13. August soll eine Grundlagenvereinbarung unterschrieben werden.

DPA/Reuters
 
 
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