stern.de für unterwegs
. .
News am 14.03.2010
RSS Mobil Wetter stern.de Blogs Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Günther Jauch
sternTV - Information und Unterhaltung mit Günther Jauch

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

 
2. Dezember 2008, 13:10 Uhr

BayernLB streicht rund 5600 Stellen

Die von der Finanzkrise schwer getroffene BayernLB zieht die Reißleine: Im Zuge eines radikalen Umbaus will die Bank ihr Auslandsgeschäft drastisch reduzieren und das umstrittene Investmentbanking komplett aufgeben. Den Sparmaßnahmen soll bis 2013 jeder vierte Arbeitsplatz zum Opfer fallen.

Zoom
BayernLB, Milliardenhilfe, Bund, Bayern, Finanzkrise, Verwaltungsrat, Landesbank

Akute Schieflage: Die BayernLB ist auf Milliardenhilfen des Bundes und des Freistaats Bayern angewiesen© Oliver Lang/DDP

Die angeschlagene bayerische Landesbank streicht im Zuge eines radikalen Umbaus in den kommenden Jahren mehr als ein Viertel ihrer Stellen. Von den derzeit 19.200 Arbeitsplätzen im Konzern sollten bis 2013 rund 5600 wegfallen, teilte die BayernLB am Montag in München mit. Der Schwerpunkt der Aktivitäten soll auf Bayern, Deutschland und ausgewählten Regionen in Europa liegen.

Künftig ruhe das Geschäftsmodell auf den Säulen Mittelstand, Großkunden, gewerbliches Immobiliengeschäft und Privtakunden, hieß es weiter. Weiter im Mittelpunkt stehen soll die Zusammenarbeit mit den Sparkassen, die ihren Anteil an der Bank im Zuge des Umbaus deutlich reduzieren. Das umstrittene Investmentbanking, das der BayernLB während der Finanzkrise massive Belastungen beschert hatte, soll aufgegeben werden.

Außerdem werden zahlreiche Niederlassungen im Ausland geschlossen oder zumindest erheblich verkleinert. So zieht sich die Bank komplett aus Asien zurück. Die Niederlassungen in Hongkong, Schanghai, Peking, Tokio und Mumbai werden dicht gemacht. Ebenso die Filiale in Mailand. Die Standorte New York und London werden erheblich verkleinert. Mit den radikalen Kürzungen will die Bank künftig 670 Millionen Euro pro Jahr in der Verwaltung einsparen.

Die geplante Eigenkapitalspritze in Höhe von zehn Milliarden Euro für die BayernLB will der Freistaat ohne den Bund aufbringen. Dies sei die "einfachere und praktikablere Lösung", sagte Bayerns Finanzminister Georg Fahrenschon am Montag in München. Das Kabinett werde dafür am Dienstag einen zweiten Nachtragshaushalt beschließen.

Darüber hinaus gewährt der Bund eine zusätzliche Garantie über 15 Milliarden Euro für Anleihen, die von der BayernLB begeben werden. Die Bank besorgt sich so frisches Kapital auf dem durch die Finanzkrise schwer getroffenen Geldmarkt. Diese Gespräche seien quasi abgeschlossen, sagte Fahrenschon. Hinzu kommt ein Risikoschirm für riskante Anlagepapiere im Portfolio der Bank in Höhe von sechs Milliarden Euro.

Verdi fordert "Rettungspaket" für Beschäftigte

Die Gewerkschaft Verdi übte scharfe Kritik an dem geplanten Stellenabbau und forderte ein Rettungspaket für die Beschäftigten. "Wir sehen unsere schlimmsten Befürchtungen bestätigt", erklärte Josef Falbisoner, Landesbezirksleiter von Verdi Bayern. "Politik und Management haben bei der Landesbank ein beispielloses Debakel angerichtet, aber die einzigen, die jetzt die Konsequenzen zu spüren bekommen, sind die Beschäftigten."

Falbisoner erklärte, schon vor Wochen habe ver.di ein "Rettungspaket" für die Beschäftigten gefordert, um zu verhindern, dass die Krise auf dem Rücken der Arbeitnehmern ausgetragen werde. "Bei staatlicher Unterstützung müssen Kündigungen und eine Mitfinanzierung des Schadens durch die Beschäftigten ausgeschlossen werden", sagte Falbisoner. Darüber hinaus müssten die politisch Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden.

DPA
KOMMENTARE (10 von 16)
 
starmax (02.12.2008, 04:26 Uhr)
Unfassbar!
Diese kleine Popel-Landesbank leistet sich weltweiten Auftritt und fast 20.000 Angestellte! Politiker-Versorgungswerk?
mackeldei (01.12.2008, 23:54 Uhr)
Linke
Die Linke sitzt schon lange selbst in den Aufsichtsräten der Banken.Fragen sie Lafontaine ,der Verwaltungsrat der KfW Bank ist. Außerdem hat die ex SED schon Erfahrung damit wie man einen ganzen Staat in der Bankrott fährt . Wir zahlen mit dem Soli jeden Monat die Zeche.
mackeldei (01.12.2008, 23:43 Uhr)
Für Bayern kein Problem
Bayern zahlt nichts mehr in den Länderfinanzausgleich .Die bisherigen Nehmerländer ,meist SPD geführt, die am Tropf Bayerns hingen , zahlen die Zeche.
gmathol (01.12.2008, 21:10 Uhr)
Rechtzeitig zu Weihnachten ein Geschenk vor allem fuer die deutschen Mitarbeiter.
Denn darueber wird nicht gesprochen von den 5600 Stellen die abgebaut werden sind 5000 Deutsche betroffen, obendrein gibt es noch Steuergeschenke von der amtierenden Regierung.
Deutsche Arbeitnehmer haben es in der Hand gebt der Einheitspartei: CSUCDUSPDGrueneFDP eins auf die Backe bei den naechsten Wahlen.
60% Linke im Bundestag und die Korruption wird gestoppt.
planemaecher (01.12.2008, 19:31 Uhr)
was mich wundert....
..warum niemand von den kleinen Angestellten, die nun ihren Job verlieren,Amok läuft...Und wenn man sich ansieht, wer da im Verwaltungsrat der Landesbanken sitzt....ich könnte vor Wut kotzen!!
Corazito3333 (01.12.2008, 19:19 Uhr)
Bank geht pleite, Manager verlieren den Job
das sollte die Schlagzeile sein. Die Steuerzahlen müssen die Schulden bezahlen und werden dafür entlassen.
Fette Gewinne gingen an die Manager, die Verluste zahlt der Sozialstaat.
Landesbank pleite gehen lassen - Steuergelder sparen, Mitarbeiter großzügig abfinden und dem Rest der Milliarden könnte dann HartzIV abgebaut werden, was wiederum zu einer Ersparnis von Steuergeldern führt. Und mit diesem gr0ßem Paket an Ersparnissen von Steuergeldern können dann auch Einkommenssteuer und sonstige Steuern vom Bürger genommen werden, daß wäre mal was.
Aber eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus und die Lobby ist allmächtig.....
MisterBrezeldent (01.12.2008, 16:54 Uhr)
Hey Banker...
... der perfekte Ripp. Geile Sache, Jungs. Die 10 Tonnen Stütze aus versteuertem Geld der Bürger absahnen, und als kleines "Dankeschön" diese Steuerzahler dann auch noch auf die Strasse setzen. Wow - Banker - von euch kann man doch echt prima lernen, wie man sich als Säugetier wie´n Scheisshaufen verhält. Cool.
GrundlRoland (01.12.2008, 15:48 Uhr)
BLZ
Bin mal gespannt wieviel Fussvolk und wieviele Vorstände gehen müssen.
Facti (01.12.2008, 14:57 Uhr)
Herr Erwin Huber!!
Sie haben doch zu allem ungefragt Ihre superschlaue Meinung den Leuten um die Ohren gehauen. Wieso jetzt so schweigsam? "Ich nehme eine Rücküberweisung meiner Bezüge für eine nicht ausgeübte Aufsichtstätigkeit vor und entschuldige mich für mein Versagen". Solche Töne braucht das Land!! Statt dessen "Nix". Geoutet als Versager den die BRD nicht braucht.
hannes_schinder (01.12.2008, 13:07 Uhr)
Wen wundert es da noch
wenn hier und dort mal ein Luxus Hotel in die Luft geht. Die Verursacher haben meist fette Konten in der Schweiz und werden wohl kaum zur Rechenschaft gezogen.
MEHR ZUM ARTIKEL
BayernLB Verwaltungsrat tagt und schweigt

Der Verwaltungsrat der BayernLB hat über die Umstrukturierung der schwer angeschlagenen Landesbank beraten. Nach dem Treffen am Samstag schwiegen die Beteiligten. Klar scheint dennoch: Es wird massive Einschnitte geben. mehr...

BayernLB Bund und Bayern schnüren 30-Milliarden-Hilfspaket

Finanzspritzen und Garantien von mehr als 30 Milliarden Euro sollen die BayernLB vor der Pleite bewahren. 10 Milliarden Euro davon erhält die Landesbank als Eigenkapital vom Freistaat Bayern und vom Bund. Ministerpräsident Horst Seehofer kündigte einen radikalen Umbau der BayernLB an. mehr...

BayernLB Bund und Bayern tragen Risiken gemeinsam

Der Freistaat Bayern und der Bund wollen gemeinsam die milliardenschweren Risiken bei der angeschlagenen BayernLB schultern. Vorgesehen sei, der Landesbank bis zu 10 Milliarden Euro zur Verfügung zu stellen. Etwa sieben Milliarden Euro soll der Freistaat aufbringen, der Rest soll vom Bund kommen. mehr...

 
stern.de in Social Networks
 
Mobil
 
Widgets
 
 
Adobe Flash Player