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3. Januar 2007, 17:51 Uhr

Millionen für StudiVZ

Ein Deal wie zu besten New-Economy-Zeiten: Die studentische Kontaktplattform StudiVZ ist vom Stuttgarter Medienkonzern Holtzbrinck übernommen worden. Angeblich wurde für das virtuelle Sozialnetzwerk ein dreistelliger Millionenbetrag gezahlt.

Der Axel-Springer-Verlag wollte angeblich 120 Millionen für StudiVZ bezahlen© screenshot stern.de

Die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck hat die Online-Studenten-Kontaktbörse StudiVZ vollständig übernommen. Holtzbrinck war bereits Minderheitsgesellschafter der im Oktober 2005 von zwei Studenten gegründeten Plattform. Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden, teilte die Verlagsgruppe mit. Medieninformationen zufolge unterlag der Axel Springer-Verlag ("Bild") im Bieter-Duell mit einem Angebot von 120 Millionen Euro in letzter Minute.

Die Plattform werde künftig innerhalb der Verlagsgruppe von Holtzbrinck Networks gehalten, teilte das Unternehmen mit. In ihr bündelt Holtzbrinck seine strategischen Internet-Beteiligungen: Holtzbrinck Networks ist unter anderem an Buecher.de, Parship.de, Bol.com sowie Meine.stadt beteiligt. Mit über einer Million Mitgliedern ist StudiVZ den Angaben zufolge eine der meistbesuchten deutschsprachigen Websites. Die Plattform bleibe eigenständig.

Mit der Übernahme sei die Kontaktbörse langfristig gesichert, sagte StudiVZ-Gründer Ehssan Dariani. "Der Schritt hilft uns bei einem verstärkten Engagement in weiteren europäischen Ländern", so Gründer Michael Brehm. Das Angebot bleibe für die Mitglieder kostenlos. Holtzbrinck erklärte, StudiVZ runde das Angebot der Gruppe für Studierende ab. Dazu zählen das Webangebot E-fellows-net sowie die Magazine "Karriere" und "Zeit Campus".

Reuters/DPA
 
 
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