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24. September 2008, 14:44 Uhr

Buffett kauft sich bei Goldman Sachs ein

Warren Buffett, einer der reichsten Männer der Welt, steigt bei der US-Bank Goldman Sachs ein. Der Großindustrielle investiert in einem ersten Schritt fünf Milliarden Dollar und sichert sich Aktien-Optionen in Höhe von weiteren fünf Milliarden Dollar.

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Multimilliardär Warren Buffet steigt mit fünf Milliarden Dollar bei Goldman Sachs ein© Paul White/AP

Die Berkshire-Hathaway-Holdinggesellschaft des US-Multimilliardärs Warren Buffett investiert fünf Milliarden Dollar in die US-Bank Goldman Sachs. Berkshire werde für diese Summe Vorzugsaktien mit unbegrenzter Laufzeit mit einer zehn-Prozent-Dividende kaufen, teilte Goldman Sachs am Dienstagabend nach US-Börsenschluss mit. Die Gesellschaft werde zudem Optionsscheine für den Kauf von Stammaktien im Volumen von weiteren fünf Milliarden Dollar zum Preis von 115 Dollar je Aktie erhalten, die innerhalb von fünf Jahren ausübbar seien. Goldman erklärte weiter, Stammaktien im Volumen von mindestens 2,5 Milliarden Dollar verkaufen zu wollen.

In einer Stellungnahme Buffetts hieß es, Goldman Sachs sei ein außergewöhnliches Institut. Es verfüge über ein bewährtes und scharfsinniges Management-Team und das intellektuelle und finanzielle Kapital, um seine Erfolgsgeschichte einer überdurchschnittlichen Kursentwicklung fortzusetzen. Goldman-Aktien schnellten nach Bekanntgabe der Nachricht nachbörslich um mehr als acht Prozent in die Höhe, nachdem sie zuvor im regulären Handel bereits 3,5 Prozent zugelegt hatten.

"Dies ist eine Hochzeit von zwei unglaublich intelligenten, attraktiven Partnern", sagte Michael Holland von Holland & Co in New York. Die Äußerungen Buffets über das Top-Management von Goldman seien ein vergoldeter Vertrauensbeweis.

Die beiden letzten großen US-Investmentbanken Goldman Sachs und Morgan Stanley hatten Anfang der Woche ihr Geschäftsmodell über Bord geworfen und ihre Verwandlung in gewöhnliche Geschäftsbanken bekanntgegeben.

Reuters
KOMMENTARE (3 von 3)
 
jochen80 (24.09.2008, 18:05 Uhr)
beim gates.....
....ist nicht alles gold was glänzt.
beispielsweise investiert der finanzbereich seiner stiftung in ölabbau in nigeria, welcher den nigerianern schadet, weil dort kaum umweltauflagen sind.
gleichzeitig verteilt die stiftung medikamente in nigeria
zum bufett: von ihm lernen heißt seigen lernen
knilch_59 (24.09.2008, 16:08 Uhr)
Der Typ ist gut - ...
... und eiskalt! Er hat die Knete, sieht die Lücke und schlägt gnadenlos zu: 10 % Garantiedividende, egal ob der Laden Gewinne oder Verluste macht, für die nächsten 10 Jahre fest. Sollte der Kurs weiter fallen, hätte er immer noch ordentlich Geld verdient. Steigt er aber, dann hat er außer der Dividende noch die Kursgewinne. Dazu noch die Option auf Stammaktien zum Festpreis von heute für die nächsten 5 Jahre – NEID!!!
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Das ist wie die Erlaubnis zum Gelddrucken, und er zeigt den Finanzhasardeuren, wie Business richtig geht. Und allen zum Trost sei gesagt, dass er den Großteil seines Vermögens schon der Stiftung von Bill Gates zugesprochen hat, weil sogar ein Warren Buffet weiß, dass das letzte Hemd keine Taschen hat.
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Aber bis es soweit ist, kann man ja mit den blöden Schnöseln von der Wall Street noch mal richtig hart zocken. Am Schönsten ist Kapitalismus, wenn man ganz oben ist. Aber heute macht auch zugucken mal wieder richtig Spaß!
Lammbock (24.09.2008, 13:07 Uhr)
Sehr fader Beigeschmack
Also ich hab ja nicht viel Ahnung auf dem Finanzsektor (vielleicht auch gut so). Aber das, was ich hier lese hat für mich einen sehr faden Beigeschmack. Überall gehen die Banken den Bach runter und hier steckt plötzlich einer mal ebenso 5 MRD. in eins dieser Häuser - mit garantierten 10 % (!!!!) Dividende, wer von uns bekommt die schon - und plötzlich gehen die Kurse ab wie Schmitz Kater, als ob alle nur darauf gewartet haben. Kann es evtl. sein, dass hier ein gewisses Kalkül dahinter steckt?
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