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21. Oktober 2009, 09:40 Uhr

Telekom trickst bei der Aufklärung

Die Deutsche Telekom geht bei der Aufklärung der neuen Datenaffäre längst nicht so zielstrebig vor, wie sie es selber gerne darstellt. stern-Recherchen ergaben, dass der Bonner Konzern seit geraumer Zeit davon wusste, dass Daten in dunkle Kanäle gelangt sind.

Telekom, Daten, Datenschutz, Datenaffäre

Rosarote Brille bis zur Ignoranz: Erst massive Beschwerden stoppten den Handel mit Telekom-Kundendaten© Steffi Loos/DDP

Die Deutsche Telekom trickst offenbar bei der Aufklärung der jüngsten Datenaffäre. Anders als behauptet, hat die Sicherheitsabteilung des Bonner Konzerns seit geraumer Zeit deutliche Hinweise darauf, dass Telekom-Datensätze in dunkle Kanäle gelangt sind. Das berichtet der stern in seiner neuen, am Donnerstag erscheinenden Ausgabe.

Zu den jüngst bekannt gewordenen Datenschiebereien bei Callcentern hatte die Telekom bislang angegeben: Ob und in welchem Umfang tatsächlich Telekom-Daten für unseriöse Zwecke verwendet worden seien, stehe noch nicht fest. In Wahrheit hatte die Kriminalpolizei bereits Ende April 2009 rund 100.000 bei Scheinkäufen erworbene Datensätze zur Prüfung an die Telekom weitergeleitet. Die interne Auswertung ergab nach stern-Information, dass davon ein Großteil aus den Kundendatenbeständen des Bonner Konzerns stammte. Allein bei 52.000 Datensätzen handele es sich um "Datenbestände aus dem Bereich T-Online", heißt es in dem internen Telekom-Papier.

Wie der stern vergangene Woche berichtete, hatte die Kripo Ende Juli auf eine Anzeige der Telekom hin 28 Büros und Wohnungen mutmaßlicher Datenhändler durchsucht. Dabei waren Millionen Datensätze beschlagnahmt worden, viele davon mit Vertragsangaben und Bankverbindungen der Kunden.

Auch auf Warnungen reagierte der Konzern nach stern-Informationen zögerlicher als er es heute darstellt. So fiel ein Callcenter-Betreiber Anfang 2009 Telekom-intern dadurch auf, dass von der Firma aus in den Monaten zuvor rund vier Millionen Mal auf die Kundendatenbank der Telekom zugegriffen worden war. Trotz des Verdachts auf unzulässige "Vorratsdatenbeschaffung", so ein internes Papier, lief die Vertriebskooperation zunächst weiter. Sie wurde erst Ende August vollständig beendet. Dies sei in Absprache mit der Staatsanwaltschaft so geschehen, gibt die Telekom heute dazu an. Laut Ermittlungsakte lag die Sache anders: Die Kripo hakte mehrfach bei der Telekom nach, bis die Konzernsicherheit Anfang Juni endlich Angaben zu dem Vertrag mit der umstrittenen Firma machte. Gelöst wurde der Vertrag auch offenbar nicht wegen Datenklaus: Es habe zu viele Kundenbeschwerden gegeben, gab ein Telekom-Sicherheitsmann zu Protokoll.

Lesen Sie mehr dazu im neuen stern

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