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8. November 2009, 14:35 Uhr

Deutsche gegen Steuergelder für Opel

Wenn es nach der Mehrheit der Bundesbürger geht, wird General Motors für die Rettung von Opel keine Hilfe vom Staat bekommen. 66 Prozent sprachen sich in einer Umfrage gegen die Freigabe weiterer Steuergelder aus. Der Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer bezeichnet weitere Staatshilfen für GM als "hochriskant und falsch."

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Ohne GM gibt es keine Opel-Rettung, die Deutschen sind trotzdem gegen weitere Staatshilfen© Francois Lenoir/Reuters

Die Mehrheit der Bundesbürger lehnt nach einer Umfrage staatliche Hilfen für den angeschlagenen Autobauer Opel ab. 66 Prozent sprachen sich dagegen bei einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid im Auftrag der "Bild am Sonntag" dagegen aus, nur 28 Prozent sind dafür.

Vor der Insolvenz des Opel-Mutterkonzerns General Motors hatte Deutschland Opel einen Kredit von 1,5 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt, der Ende des Monats ausläuft. Eigentlich war er als Brückenfinanzierung für einen Mehrheitsverkauf von Opel vorgesehen. Inzwischen hat General Motors aber entschieden, Opel doch zu behalten. Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) äußerte sich skeptisch zu weiteren staatlichen Hilfen für Opel. Für die repräsentative Umfrage hatte Emnid vergangenen Donnerstag 502 Personen befragt.

"Hoch riskant und falsch"

Weitere deutsche Staatshilfen für den Autokonzern General Motors (GM) mit seiner angeschlagenen Tochter Opel sind nach Einschätzung des Autoexperten Ferdinand Dudenhöffer nicht zu rechtfertigen. "Deutsche Staatshilfen für General Motors sind hochriskant und falsch", schreibt der Professor der Universität Duisburg-Essen in einer Kurzanalyse.

So werde das Jahr 2010 für Opel nochmals deutlich schwerer als das laufende Jahr, in dem bereits deutlich mehr als eine Milliarde Euro Verlust zu erwarten seien. "Seit über zwölf Monaten schwimmt General Motors mit Opel entscheidungslos durch die Krise. In dieser Zeit wurden große Verluste erzeugt und wichtige Entscheidungen über zukünftige Produkte waren kaum zu treffen." Mit der Umsetzung eines Sanierungskonzeptes werde kaum vor Frühjahr 2010 zu rechnen sein.

Selbst wenn die kurzfristige Rettung mit viel Steuergeld gelinge, bleibe das Risiko, dass Opel in einen Abwärtsstrudel gerate. "Die Qualität und Innovation leidet unter dem bekannten Sanierungs-Muster der General-Motors-Veteranen", erklärte Dudenhöffer. Es sei zu befürchten, dass der Konzern wie früher wieder billiger gebaute Fahrzeuge mit oft schlechterer Qualität in die Ausstellungsräume der Händler stelle.

DPA
 
 
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