. .
News am 13.02.2012
Schlagzeilen Themen Mobil iPad Blogs Investigativ Hefte
 
Fotocommunity
Fotocommunity

Treffpunkt für ambitionierte Amateurfotografie. Bilder hochladen und bewerten, sich mit anderen Austauschen. mehr...

Weblogs bei stern.de
Weblogs bei stern.de

Die Online-Tagebücher bei stern.de: Freie Autoren schreiben hier persönlich, direkt und eigenständig. mehr...

Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka
sternTV - Information und Unterhaltung mit Steffen Hallaschka

Vertiefende Informationen zu der aktuellen und den vergangenen Sendungen von sternTV. mehr...

stern Investigativ
stern Investigativ

Das Recherche-Team des stern. Erfahren Sie mehr über die Recherchespezialisten und ihre Enthüllungen von Terrorismus bis Wettmanipulation. mehr...

 
5. Juni 2007, 08:16 Uhr

Klage wegen illegaler Medikamententests

Nigeria hat den US-Pharmakonzern Pfizer auf sieben Milliarden Dollar Schadenersatz verklagt. Dem Unternehmen wird vorgeworfen, illegal Medikamente an Kindern getestet zu haben. Mehrere Kinder seien daran gestorben.

Der US-Konzern soll bei Kindern gefährliche Medikamententests durchgeführt haben© Timm Schamberger/DDP

Die nigerianische Regierung hat den US-Pharmakonzern Pfizer wegen eines illegalen Medikamententests auf sieben Milliarden Dollar (5,2 Milliarden Euro) verklagt. Die Klage wird getrennt von einer anderen der Behörden im Staat Kano verhandelt, die Pfizer auf zwei Milliarden Dollar (1,5 Milliarden Euro) verklagten. In beiden Fällen geht es jedoch um den Test eines Antibiotikums Mitte der 90er Jahre, der mehrere Kinder das Leben gekostet haben soll. In der Zivilklage erklärten die Behörden in Kano, Pfizer habe das experimentelle Antibiotikum Trovan während einer Meningitis-Epidemie 1996 illegal getestet.

Pfizer habe 100 infizierte Kinder mit Trovan und weitere 100 in einer Kontrollgruppe mit einem zugelassenen Antibiotikum behandelt - allerdings in einer zu niedrigen Dosierung, erklärten die Anwälte der Familien. Bis zu elf Kinder seien gestorben, andere hätten körperliche und geistige Schäden erlitten. Pfizer wies die Vorwürfe zurück und erklärte, die Anschuldigungen seien damals falsch gewesen und seien es heute noch. Die Studie sei verantwortungsvoll und ethisch einwandfrei ausgeführt worden. Der Prozess aufgrund der Klage der nigerianischen Regierung wurde in Abuja vertagt, weil der Rechtsvertreter des Beklagten nicht zu einer Anhörung erschien. Der Richter entschied, dass der Fall ab Anfang Juli verhandelt wird.

AP
 
 
MEHR ZUM ARTIKEL
Betrug Glaxo verkauft Plörre als Vitaminsaft

Zwei neuseeländische Schülerinnen haben den Pharmakonzern Glaxo-Smith-Kline vorgeführt: Sie wiesen nach, dass Ribena-Fruchtsaft nicht, wie in der Werbung angegeben, vor Vitaminen strotzt, sondern gehaltlose Zuckerplörre ist. Nun wurde der Konzern zu einer Geldstrafe verurteilt. mehr...

TeGenero-Skandal Alptraum per Injektion

Es sollte schnelles Geld sein: 2000 Pfund für eine Spritze, drei Tage Krankenhaus und ein paar Kontrolltermine. Was aber sechs Männer vor genau einem Jahr in London bei einem Arzneitest der Pharmafirma TeGenero erlebten, hätte aus einem Horrorfilm stammen können. mehr...

 
stern testen, Serie sichern

Jetzt den stern inklusive der aktuellen Gesundheits-Serie testen! Jetzt sichern!

 
 
 
 
 
stern - jetzt im Handel
stern (7/2012)
Unser täglich Fleisch