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20. November 2009, 19:02 Uhr

Porsche besiegelt VW-Einstieg

Der Weg für den neuen Auto-Giganten ist frei: Auch der Aufsichtsrat von Porsche hat der Verschmelzung mit Volkswagen zugestimmt. Im VW-Aufsichtsrat unterstützen allerdings nicht alle die Fusion.

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Der integrierte Autokonzern soll im Laufe des Jahres 2011 Realität werden© Peter Steffen/DPA

Volkswagen und Porsche können wie geplant fusionieren. Nach dem VW-Aufsichtsrat gab auch das Kontrollgremium von Porsche grünes Licht für die Pläne, wie der hoch verschuldete Sportwagenbauer am Freitagabend mitteilte. Demnach kauft VW in einem ersten Schritt 49 Prozent an der Porsche AG. Dies war bereits im Sommer grundsätzlich vereinbart worden. Porsche fließen durch den VW-Einstieg voraussichtlich noch bis Jahresende 3,9 Milliarden Euro zu, die teilweise zum Schuldenabbau genutzt werden sollen.

Zwei Gegenstimmen bei VW

Das Kontrollgremium des Wolfsburger Automobilkonzerns hatte die Verträge bereits in der Nacht zum Freitag genehmigt. Dabei soll aber nicht alles glattgegangen sein: Zwei VW-Kontrolleure haben laut "Spiegel Online" gegen das neue Schwergewicht der Automobilbranche gestimmt. Von den Aufsichtsräten der Porsche SE wurden keine Gegenstimmen bekannt.

In den Durchführungsverträgen werden die organisatorischen, strukturellen und rechtlichen Details der Zusammenführung beider Unternehmen verbindlich geregelt. Ihr Abschluss stellt einen weiteren wichtigen Schritt auf dem Weg zum integrierten Automobilkonzern dar, der im Laufe des Jahres 2011 Realität werden soll.

Winterkorn und Pötsch statt Wiedeking und Härter

In den nächsten Tagen ziehen voraussichtlich VW-Chef Martin Winterkorn und VW-Finanzchef Hans Dieter Pötsch auch in den Vorstand der börsennotierten Porsche Holding ein, die das in der Porsche AG gebündelte Sportwagengeschäft und die 51-Prozent-Beteiligung an VW kontrolliert. Winterkorn und Pötsch ersetzen als Vorstandschef und Finanzchef die bereits vor Monaten zurückgetretenen, langjährigen Porsche-Manager Wendelin Wiedeking und Holger Härter, die sich in dem fast vierjährigen Übernahmekampf mit VW wegen der erdrückenden Schuldenlast geschlagen geben mussten.

Reuters/AP/DPA
 
 
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