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US-Bürger immer öfter in der Schuldenfalle

Die US-Hypothekenkrise wird für immer mehr Hausbesitzer zum Verhängnis: Mehr als ein Drittel könne ihre Schuldenlast nicht mehr zurückzahlen. Grund dafür sind gestiegene Zinsen und die gefallenen Immobilienpreise. Ein Ende der Krise ist zudem nicht in Sicht.

Für mehr als ein Drittel aller US-Wohnungskäufer der vergangenen zwei Jahre ist die Schuldenlast ihrer Hypothek größer als der aktuelle Wert der Immobilie. Rund 39 Prozent aller Immobilienbesitzer, die 2006 zehn Prozent Anzahlung geleistet hätten, säßen in der Schuldenfalle, teilte das Marktforschungsunternehmen Zillow in ihrem Quartalsbericht mit.

Für die Käufer des vergangenen Jahres treffe dies auf 30 Prozent zu. Der Anteil solcher Immobilenbesitzer unter allen Wohnungseigentümern in den USA liegt allerdings bei weniger als einem Prozent. Angesichts von Preisrückgängen in fünf aufeinanderfolgenden Quartalen sei die Talsohle auf dem Immobilienmarkt noch nicht erreicht, sagte der Vizepräsident von Zillow, Stan Humphries.

Vom Immobilienboom zur -Krise

Wegen niedriger Leitzinsen in den USA konnten in der Vergangenheit viele Amerikaner durch günstige Kredite ihren Hausbau finanzieren. Im Juni 2003 war der Zinssatz von der amerikanischen Notenbank (Fed) bis auf ein Prozent gesenkt, dann bis Mitte 2006 wieder auf fünf Prozent angehoben worden. Weil auch gering Verdienende so an eine Immobilie gekommen waren, können sie angesichts wieder steigender Zinsen ihre Kredite nicht mehr bedienen. Auch ein Hausverkauf schafft dem in der Regel keine Abhilfe, da die Immobilienpreise gesunken sind. Hausbesitzer bleiben so auch nach dem Verkauf nicht ohne Restschulden.

Die Banken hingegen finden sich mit faulen Krediten in ihren Portfolios wieder, die über Aktienpakete auch in andere Länder verkauft wurden. Dies hat bereits zu einer Welle außerordentlicher Abschreibungen und damit Gewinnsenkungen bei Banken geführt. Die gesamten Auswirkungen der Immobilienkrise auf die Weltwirtschaft sind noch unklar. In den USA wird eine Rezession befürchtet - inwieweit sie auch auf Europa übergreifen könnte, ist umstritten. Die meisten Experten rechnen jedoch damit, dass Europa glimpflich davon kommen wird.

Msg/Lio/ DPA/ Reuters/DPA/Reuters

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