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Gas und Strom werden wieder teurer

Ab Januar steigen offenbar die Energiekosten deutlich an. Laut den Verbraucherportalen Toptarif und Check 24 wollen 98 Stromversorger und bis zu 70 Gasversorger zum Jahreswechsel ihre Preise erhöhen.

Gas und Strom werden zum Jahreswechsel für Millionen Verbraucher teurer. Nach einer am Mittwoch veröffentlichten Marktübersicht des Verbraucherportals Check24 werden mindestens 98 Stromversorger und 47 Gasversorger zum 1. Januar ihre Preise erhöhen. Das Verbraucherportal toptarif.de zählt sogar rund 70 Gasversorger, die Preisanhebungen planen. Strom soll demnach um bis zu 16,3 Prozent teurer werden, Gas um bis zu 12 Prozent.

Für einen Musterhaushalt summiere sich die Mehrbelastung durchschnittlich auf jeweils rund 60 Euro pro Jahr bei Strom und Gas, berichteten die Experten. Doch lohnt sich für Verbraucher ein Preisvergleich. Denn laut Check24 gibt es auch 26 Stromversorger und 33 Gasversorger, die die Preise zum Jahreswechsel senken. Toptarif.de kommt sogar auf 43 Gasversorger, die den Rotstift ansetzen.

Es handele sich allerdings meist um kleinere Unternehmen, während die meisten Betriebe - unter ihnen die Großen - keine Preisveränderungen planten. 43 Versorger haben sogar Preissenkungen ihrer Grundtarife von bis 14,4 Prozent angekündigt. Im laufenden Jahr sind der Analyse zufolge die Gaspreise bislang um 21 Prozent gefallen, wie das Tarif-Vergleichs-Portal Verivox berichtet.

Trendwende beim Gaspreis

Vor allem beim Gas signalisieren die Flut der Preiserhöhungen nach Ansicht der Marktbeobachter eine Trendwende. Erstmals seit Jahresbeginn hätten wieder mehr Gasversorger Preiserhöhungen als Preissenkungen ankündigt, betonte Check24. Der Hintergrund: Der Gaspreis ist - mit einer Verzögerung von rund sechs Monaten - an den Ölpreis gekoppelt und Mineralöl hat sich seit März 2009 wieder deutlich verteuert. Allerdings profitierten die inländischen Gaskunden derzeit noch von der andauernden Schwäche des Dollars. Dies dämpfe den Preisanstieg, hieß es.

Kräftige Preissteigerungen sind laut Verivox mit gestrichenen Rabattregelungen beim größten deutschen Gasversorgers E.ON verbunden. Grund sei der Wegfall der bis Ende Dezember befristeten "Winterrabatte" von bis zu 1,05 Cent pro Kilowattstunde Gas. In den ersten Monaten des Jahres werde besonders viel geheizt.

Preisentwicklung 2010 völlig offen

Wie sich die Gaspreise 2010 entwickeln, ist nach Einschätzung der Experten von toptarif.de völlig offen. Zwar sei wegen der Ölpreisbindung eigentlich mit einem flächendeckenden Anstieg der Gaspreise ab April 2010 zu rechnen. Doch schließen die Experten von toptarif.de nicht aus, dass die umstrittene Preisklausel im kommenden Jahr kippt. Wegen des derzeitigen Überangebots an Gas könnten dann die Preise für die rund 20 Millionen deutschen Haushalte mit Gasbezug spürbar fallen, spekulierten die Experten.

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