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27. August 2008, 15:13 Uhr

Inflation auf dem Rückzug

Erstmals seit Monaten gibt es bei den Verbraucherpreisen eine leichte Entspannung. In mehreren Bundesländern pendelte die Inflation im August bei drei Prozent. Für den leichten Rückgang der Inflation sorgten vor allem sinkende Energiepreise.

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Geringere Preise bei den Kraftstoffen haben sich positiv auf die Inflation ausgewirkt© Nigel Treblin/DDP

Der deutliche Ölpreis-Rückgang hat erstmals seit Monaten für eine leichte Entspannung bei den Verbraucherpreisen in Deutschland gesorgt. Das geht aus den am Mittwoch veröffentlichten Zahlen mehrerer Bundesländer für August hervor.

Demnach stiegen die Verbraucherpreise im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen im Jahresvergleich um 2,9 Prozent. Im Juli hatte die Inflationsrate noch 3,3 Prozent betragen. In Hessen lag die Teuerungsrate bei 3,4 Prozent, nach 3,7 Prozent im Juli. Für Rheinland-Pfalz gaben die Statistiker eine Inflationsrate von noch drei Prozent im August an. Im Monat davor waren es 3,4 Prozent. In Bayern betrug die Teuerungsrate 3,1 Prozent nach 3,3 Prozent im Juli. Auch in Baden-Württemberg schwächte sich der Anstieg der Verbraucherpreise leicht auf 3,2 Prozent ab. Im Vormonat hatte die Rate noch bei 3,3 Prozent gelegen. In Sachsen betrug der Index 3,3 Prozent.

Gegenüber Juli gingen die Verbraucherpreise in allen sechs Bundesländern zurück. Vor allem die Preise für Heizöl sanken um neun bis elf Prozent. Kraftstoffe waren im August im Vergleich zum Vormonat zwischen 4,9 Prozent und 7,5 Prozent billiger. Im Vergleich zum Vorjahr müssten die Verbraucher für Heizöl und Kraftstoffe aber immer noch deutlich mehr zahlen. Das gilt auch für einige Nahrungsmittel wie Molkereiprodukte und Eier.

Experten der Commerzbank erklärten: "Ohne einen erneuten Preisschub am Ölmarkt dürfte der Hochpunkt der Teuerung vorerst hinter uns liegen, auch wenn die Nahrungsmittelpreise weiter kräftig zulegen und der zugrundeliegende Preisauftrieb wegen des stärkeren Lohnanstiegs anziehen dürfte." Nach monatelangem Höhenflug hatte der Ölpreis Mitte Juli einen Rekordwert von mehr als 147 Dollar erreicht. Seither ist er auf Talfahrt.

AP
KOMMENTARE (2 von 2)
 
terrax (28.08.2008, 09:33 Uhr)
Sorry
meinte natürlich wenn der Dollar fällt kaufen die Jungs aus den USA ÖL!
terrax (28.08.2008, 09:32 Uhr)
Na klar!
Der Ölpreis sinkt und die Zapfsäulenpreise und Gaspreise steigen trotzdem! Mensch hört mir auf mit der Marktwirtschaft das ist eh alles Käse und das System wird sich auf Dauer selbst strangulieren. Steigt der Dollar kaufen die Jungs aus den USA mit US$ Öl und steigt der Euro wird der Devisenhandel als Grund genannt! Das is ja wohl nen Witz oder? Wo damals der Ölpreis dieses Niveau hatte lag der Ölpreis bei ca. 1,20 Euro/l. Und jetzt? Fällt der Ölpreis läßt man die Preise an der Zapfsäule stagnieren und obwohl der Ölpreis gesunken ist und wenn er jetzt wieder steigt, dann steigen die Zapfsäulenpreise weiter! Also wer das nicht sieht, der sollte sich mal am Auge operieren lassen!
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