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18. März 2010, 18:26 Uhr

Mithäftling verprügelt Bernie Madoff

Er kann es nicht lassen: Milliardenbetrüger Bernie Madoff hat laut "Wall Street Journal" im Gefängnis anderen Häftlingen Geld geschuldet - und wurde deshalb verprügelt.

Bernie Madoff, Madoff,

Er hat ein wenig Ähnlichkeit mit Ex-Postchef Klaus Zumwinkel, nur dass Bernie Madoff nicht mit Bewährung davon kam. Im Gefängnis geht es ihm nicht gut© Timothy A. Clary/AFP

Der Milliardenbetrüger Bernard Madoff ist im Gefängnis laut einem Zeitungsbericht von einem anderen Häftling verprügelt worden. Madoff habe bei dem Übergriff eine gebrochene Nase, gebrochene Rippen sowie Schnitte im Gesicht und auf dem Kopf davongetragen, berichtete das "Wall Street Journal" am Donnerstag. Er sei deshalb ins Gefängniskrankenhaus gekommen.

Dass Madoff im Krankenhaus lag, war bereits bekannt. Damals hatte die Gefängnisleitung jedoch davon gesprochen, er sei wegen seines Bluthochdrucks und Schwindelgefühlen behandelt worden. Aufgekommene Spekulationen über eine Schlägerei hatte die Behörde scharf zurückgewiesen. Der Angriff hat sich laut "Journal" bereits im Dezember ereignet. Madoffs Anwalt wollte die neuen Informationen nicht kommentieren. Die Zeitung beruft sich bei ihrer Darstellung auf drei namentlich nicht genannte Quellen, darunter zwei Mithäftlinge aus jener Zeit.

Ein bulliger Kerl griff ihn an

Madoff war im Juni 2009 wegen des größten Betrugs in der Finanzgeschichte zu 150 Jahren Haft verdonnert worden. Er hatte tausende Anleger mit einem Schneeballsystem um ihr Geld erleichtert. Auf dem Papier waren es am Ende 60 Milliarden Dollar.

Der handgreifliche Streit drehte sich nach Aussagen der Mithäftlinge um Geld, das Madoff einem anderen Gefangenen geschuldet haben soll. Madoffs Angreifer ist demnach ein "bulliger" Kerl gewesen, der wegen Drogendelikten verurteilt worden war.

Madoff sitzt in Butner im US-Bundesstaat North Carolina ein. Nach bisherigen Erkenntnissen hatte er sechs Komplizen. Am Mittwoch wurden zwei Computerprogrammierer angeklagt, die Madoff geholfen haben sollen, seine Betrügereien zu vertuschen.

DPA
 
 
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