Deutsche kauften auf den letzten Drücker

24. Dezember 2011, 13:03 Uhr

Der Handel war mit dem Weihnachtsgeschäft zunächst nicht so glücklich, doch viele Bundesbürger kauften Geschenke erst auf den letzten Drücker und sorgten so für einen rasanten Schlussspurt. Größte Gewinner: der Online-Handel und die Paketdienste.

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Wenn Geschenke gekauft werden, dann in Großstädten©

Die letzte Woche vor den Feiertagen hat dem Einzelhandel das zunächst schleppend verlaufene Weihnachtsgeschäft gerettet. Dank der starken Tage vor Heiligabend ist der Handelsverband Deutschland (HDE) zuversichtlich, dass die Umsätze leicht über denen des Vorjahres liegen könnten. Eine endgültige Bilanz könne aber erst nächste Woche gezogen werden, sagte HDE-Geschäftsführer Kai Falk am Samstag der Nachrichtenagentur dpa. Die Menschen hätten die meisten Geschenke erst kurz vor Heiligabend gekauft.

"Die großen Gewinner waren in diesem Jahr Uhren und Schmuck", sagte Falk. Aber auch Spielzeug, Tablet-PCs und Smartphones liefen gut. Schlechter sah es in den Modeläden aus: Winterkleidung und Wintersportbekleidung wurden im Vergleich zum Vorjahr nur wenig gekauft. Falk macht dafür das warme Wetter der vergangenen Wochen verantwortlich. Besonders erfolgreich war im Weihnachtsgeschäft 2011 der Online-Handel. Der HDE rechnet dabei mit einem Wachstum von zehn Prozent. Einzelne Händler berichteten sogar von einem noch deutlich stärkeren Anstieg der Umsätze.

Davon profitierten auch die Paketdienste. So hat die Post-Tochter DHL im Weihnachtsgeschäft fast ein Fünftel mehr Pakete zugestellt als im Vorjahreszeitraum. Die Menge stieg um rund 17 Prozent, wie ein Sprecher des Bonner Unternehmens einen Bericht der "Bild"-Zeitung (Samstag) bestätigte. In der Woche vor Heiligabend habe DHL täglich sechs Millionen Pakete verschickt. Das seien doppelt so viele wie an normalen Tagen und ein Rekordwert. DHL führt das Plus vor allem auf Zuwächse beim Versand- und Internethandel zurück. Die Konkurrenten Hermes und DPD verzeichnen dem Blatt zufolge jeweils ein Plus von sechs Prozent.

"Auffällig war in diesem Jahr, dass es in den großen Städten besonders gut lief", sagte HDE-Geschäftsführer Falk weiter. In den kleineren Innenstädten sei der Umsatz etwas schwächer gewesen. Einkaufen solle heute für viele Menschen ein Erlebnis sein, die Großstädte hätten da mehr zu bieten.

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