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Fast zwei Drittel der jungen Griechen haben keinen Job

Die Jugendarbeitslosigkeit steigt weltweit. Besonders heftig sind Eurokrisenländer wie Griechenland und Portugal betroffen. Experten warnen vor Protesten der Jugendlichen gegenüber den Regierungen.

  In Griechenland haben 64 Prozent der Menschen unter 24 Jahren keinen Job

In Griechenland haben 64 Prozent der Menschen unter 24 Jahren keinen Job

Nur etwa jeder dritte Jugendliche in Griechenland hat eine Arbeit. Wie das Statistische Amt (Elstat) in Piräus am Donnerstag mitteilte, stieg die Jugendarbeitslosigkeit im Februar auf 64 Prozent. Auch in Portugal waren im ersten Quartal 2013 rund 42 Prozent der unter 24-Jährigen ohne Job. Laut Angaben der Vereinten Nationen steigt die Jugendarbeitslosigkeit weltweit - allerdings nicht überall so dramatisch wie in Griechenland oder Portugal.

Weltweit werde die Jugendarbeitslosigkeit 2013 durchschnittlich 12,6 Prozent betragen - nach 12,4 Prozent im Vorjahr, so die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) in einem gerade veröffentlichten Trendbericht. Etwa 73,4 Millionen 15- bis 24-Jährige werden demnach 2013 ohne Job sein. Die ILO warnte, das Wohlergehen einer ganze Generation sei gefährdet. Immer mehr Jugendliche würden den sozialökonomischen und politischen Systemen ihrer Staaten misstrauen, wie Massenproteste in Spanien und Griechenland gegen Sparmaßnahmen der Regierungen zeigten.

Deutschland steht gut da

Über dem weltweiten Durchschnitt liegt den Angaben zufolge die Jugendarbeitslosigkeit in den Industriestaaten einschließlich der EU, wo sie zwischen 2008 und 2012 um fast ein Viertel auf 18,1 Prozent gestiegen sei. Nur in sechs Industriestaaten sei die Quote geringer als 10 Prozent, dazu gehöre auch Deutschland. Hier hat sich die Arbeitslosenzahl in der jungen Altersgruppe von 2005 bis 2012 halbiert.

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) sieht als Hauptgrund dafür die Veränderung der Altersstruktur in Deutschland. Die Arbeitslosigkeit sei nicht gesunken, "weil mehr Arbeits- oder Ausbildungsplätze mit Jugendlichen besetzt wurden", sagte DIW-Arbeitsmarktexperte Karl Brenke. Jugendarbeitslosigkeit sei hierzulande vor allem ein Qualifikationsproblem. Mehr als die Hälfte aller arbeitslosen Jugendlichen im Jahr 2010 hätten keinen Berufsabschluss gehabt.

Ende der Talfahrt absehbar

Zu den dramatischen Zahlen in Griechenland sagte Finanzminister Yannis Stournaras am Donnerstag, die Talfahrt der Wirtschaft werde 2014 ein Ende haben. Damit werde auch die Arbeitslosigkeit zurückgehen. Erste positive Zeichen habe es bereits gegeben: Im April 2013 sind nach offiziellen Angaben 29.000 Menschen mehr eingestellt als entlassen worden.

Er hoffe, das Land werde "Ende 2014 an die Märkte zurückkehren", sagte Stournaras. Bis dahin müsse Athen - ohne Berücksichtigung des Schuldendienstes - einen Haushaltsüberschuss erreichen und zu Wachstum zurückfinden. Am Montag kommen die Euro-Finanzminister in Brüssel zusammen, um über die Freigabe weiterer Kredite an Griechenland zu entscheiden. Mit großer Wahrscheinlichkeit wird die Auszahlung von zwei Tranchen in Höhe von insgesamt 7,5 Milliarden Euro bewilligt.

juho/DPA/AFP/DPA

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