9. November 2012, 13:54 Uhr

Der kommunistische Pomp lebt

Die Große Halle des Volkes erstrahlt noch immer im pompösen Glanz des Kommunismus - doch die KP feiert die Errungenschaften ihres Turbokapitaliumus. Bilder vom Parteitag in Peking.

Strenge, Symmetrie, Sicherheit: Im Zentrum Pekings, am Platz des Himmlischen Friedens, tagt zum 18. Mal die Kommunistische Partei. Eine Woche lang werden die rund 2200 Delegierten über die Zukunfts ihres Riesenreichs beraten - und nach zehn Jahren wieder ihre Führung austauschen.

Der neue Parteichef (und ab März neue Staatpräsident) heißt Xi Jinping, 59, einer aus der "Prinzengarde", deren Väter bereits verdiente Revolutionäre waren. Im Laufe der nächsten Woche wird er von der KP zum Generalsekretär ernannt. Xi gilt als vorsichtiger Reformer, der vor der Aufgabe steht, die sozialen Spannungen im Land abzubauen, ohne die wirtschaftliche Dynamik zu lähmen.

Auch die Korruption, die China in allen Bereichen durchdrungen hat, will der kommende starke Mann bekämpfen. Er selbst gilt in dieser Hinsicht als sauber.

Thomas Straubhaar ...

… ist Leiter des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstituts (HWWI) und Professor der Universität Hamburg. Der gebürtige Schweizer, Jahrgang 1957, gehört zu den profiliertesten Volkswirten in Deutschland

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