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Deutschlands überlebt - als Touri-Attraktion

Ein Vierteljahrhundert nach seinem Welterfolg "Megatrends" meldet sich der Zukunftsforscher John Naisbitt wieder zu Wort. Europa sieht er vom Abstieg zur Touristenattraktion bedroht. Auf stern.de können Sie Naisbitt im Original hören.

Von Stefan Schmitz

John Naisbitt lebt, wo das alte Europa sehr alt und sehr schön ist: In einer traumhaften Wohnung über den Dächern von Wien. Der Stephansdom und der Prater sind nicht weit, in den Straßen fahren Viaker die Touristen spazieren. "Das Leben hier ist entspannter als in Amerika", sagt der 78-jährige Zukunftsforscher, der vor 25 Jahren mit seinem Buch "Megatrends" einen Welterfolg landete. In diesen Tagen kommt sein neues Werk in den Handel: "Mindset! Wie wir die Welt entschlüsseln" (Hanser-Verlag, 19,90 Euro).

Naisbitts Vision für Europa passt nicht zu den Erfolgsmeldungen, die zurzeit vom Arbeitsmarkt und den Wirtschaftsinstituten kommen. Im Gegenteil: Wenn sich Europa nicht radikal ändere, hält er den Abstieg für unvermeidlich. Am Ende könne der Kontinent dann ein "historischer Themenpark" für reiche Touristen aus Asien und den USA werden.

Im stern-Gespräch beklagt der Guru der Zukunftsdeuter, dass die Europäer keine Antwort auf die dramatische Bevölkerungsentwicklung finden, dass ihre Universitäten im Vergleich zu den USA immer weiter zurückfallen und dass sie eine zwar sympathische, aber folgenschwere Entscheidung getroffen hätten: Nämlich der Fairness Vorrang vor der Freiheit zu geben - und das koste Wohlstand.

Das vollständige Interview mit Naisbitt lesen Sie im aktuellen stern, der ab Donnerstag am Kiosk liegt.

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