Er war einer der wichtigsten deutschen Wirtschaftsbosse, doch die Schmiergeldaffäre bei Siemens hat seinen Ruf schwer ramponiert. Ex-Chef Heinrich von Pierer macht jetzt einen Schritt in Richtung Imageverbesserung und will Schadenersatz zahlen. Und der fällt nicht zu knapp aus.
Heinrich von Pierer soll für den Schmiergeldskandal bei Siemens büßen: Einem Zeitungsbericht zufolge muss der ehemalige Vorstandschef mit einem Bußgeld von bis zu einer Million Euro rechnen.
Es wäre ein Novum in der deutschen Wirtschaftsgeschichte: Falls Heinrich von Pierer in der Schmiergeldaffäre nicht einlenkt und die von ihm geforderten sechs Millionen Euro an Siemens bald zahlt, will das Unternehmen seinen Ex-Chef auf Schadenersatz in Milliardenhöhe verklagen.
Der frühere Siemens-Chef Heinrich von Pierer soll laut einem Zeitungsbericht wegen des Korruptionsskandals sechs Millionen Euro Schadenersatz an das Unternehmen zahlen. Von zehn weiteren Ex-Vorstandsmitgliedern verlange Siemens jeweils zwischen einer Million und fünf Millionen Euro, darunter auch von Pierers Nachfolger Klaus Kleinfeld.
Siemens verlangt wegen des milliardenschweren Schmiergeldskandals Schadenersatz von ehemaligen Zentralvorständen. Neben den Ex-Konzern-Bossen Heinrich von Pierer und Klaus Kleinfeld will der Technologie-Konzern neun weitere Spitzenmanager verklagen.
Bisher war Erlangen ein Synonym für Siemens. Doch nun geht es auch dem Geburtsort Heinrich von Pierers an den Kragen. Über 1000 Stellen werden abgebaut, obwohl sich die Mittelfranken vor Aufträgen kaum retten können.
Einst war Heinrich von Pierer Deutschlands wichtigster Manager und Kanzlerflüsterer. Doch mit der Schmiergeld-Affäre bei Siemens kam der Absturz. Erst musste er seinen Rücktritt einreichen, jetzt hat ihn der Konzern sogar auf Schadenersatz verklagt. stern.de zeichnet ein Porträt des ehemaligen Wirtschaftslenkers, der so weit hinten steht, das in seinem Rücken nur noch die nackte Wand ist.
Die Luft für den ehemaligen Siemens-Vorstand rund um Heinrich von Pierer wird immer dünner. Ein interner Prüfbericht erhebt schwere Vorwürfe gegen die ehemaligen Manager. Sie sollen schon vor Jahren über die Schwarzen Konten informiert gewesen sein.
Die Luft für den ehemaligen Siemens-Vorstand Heinrich von Pierer wird immer dünner: Laut Medienberichten belastet ihn ein Siemens-Manager in Zusammenhang mit der Schmiergeldaffäre schwer. Auch andere frühere Vorstände müssen sich auf drastische Maßnahmen des Konzerns einstellen.
Spekuliert wurde darüber schon länger, nun hat Angela Merkel es offiziell bestätigt: Ihr Wirtschaftsberater Heinrich von Pierer wird zukünftig nicht mehr für sie tätig sein. Wie in anderen Ländern wolle die Kanzlerin wissenschaftlichen Akademien die Politikberatung übertragen.
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